Syrien: Menschenwürdige Krankenversorgung in einem menschenverachtenden Krieg (FOTO)

Köln (ots) – Die Hilfsorganisation Islamic Relief Deutschland setzt sich in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Syrischen Verein zur Förderung der Freiheiten und Menschenrechte (DSV) e.V. auch im vierten Jahr des fürchterlichen Krieges in Syrien für die Krankenversorgung von zivilen Opfern und chronisch erkrankten Menschen ein.

Die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung in verschiedenen Krankenhäusern mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes wurde bereits April 2013 begonnen.

Die medizinische Grundversorgung in Syrien ist seit Langem zusammengebrochen. Es fehlen sowohl medizinische Materialien und Medikamente für die Krankenhäuser als auch ausreichend Personal. Nach Angaben der WHO können 73 Prozent der Krankenhäuser und 27 Prozent der Gesundheitsstationen keine Leistungen mehr erbringen. Viele Menschen sterben nicht nur an den Folgen von Kriegsverletzungen, sondern auch an Krankheiten, die unter anderen Umständen nicht lebensbedrohlich wären. Laut einer Untersuchung sind seit Ausbruch des Krieges über 200.000 Menschen durch unzulängliche Gesundheitsversorgung an chronischen Krankheiten gestorben.

“Es ist unsere Pflicht für eine menschenwürdige Gesundheitsversorgung für die Zivilbevölkerung in Syrien in diesem fürchterlichen Bürgerkrieg zu sorgen”, sagt Tarek Abdelalem, Geschäftsführer von Islamic Relief Deutschland, zum gemeinsamen Einsatz mit der DSV. “Als Deutsch-Syrer ist es für uns erschreckend und schmerzlich, was in Syrien passiert. Deshalb sind wir weiterhin sehr bemüht, unser gemeinsames humanitäres Engagement zu erhöhen”, so Safouh Labanieh, Geschäftsführer des Deutsch-Syrischen Vereins zur Förderung der Freiheiten und Menschenrechte.

Im ersten Jahr konnten Islamic Relief Deutschland und DSV durch die Ausstattung von Intensivstationen mit Medikamenten und Utensilien Kranke und Schwerverletzte erfolgreich versorgen. Dabei wurden vor allem chronisch kranke Menschen wie Dialysepatienten versorgt und die Grundversorgung von Krankenhäusern und Gesundheitsstationen gesichert.

Derzeit werden 44 Krankenhäuser und Gesundheitszentren mit medizinischen Materialien ausgestattet, wodurch 45.000 Patienten kostenlos behandelt werden können. Außerdem werden zehn Dialysezentren mit entsprechenden Materialien beliefert. Um eine entsprechend qualitative Versorgung gewährleisten zu können, werden monatlich 150 Personen aus dem medizinischen Bereich aus- und weitergebildet. Die Hilfsgüter werden hauptsächlich in der Türkei gemäß den vom Auswärtigen Amt vorgeschriebenen Richtlinien beschafft. Die Materialien werden durch überprüfte Helfer an die Krankenhäuser überbracht.

Im ersten Jahr umfasst die Hilfe 1,2 Millionen Euro. Für die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung ist bis Februar 2015 eine Hilfe von mehr als drei Millionen Euro vorgesehen.

 Islamic Relief Deutschland ruft weiterhin zu Spenden zur Unterstützung von syrischen Kriegsopfern auf: 
 Stichwort "Nothilfe-Syrien" Spendenkonto: 12 20 20 99, Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 50198 IBAN: DE 94 370501980012202099, BIC: COLS DE 33 Spendenhotline: 0221 200 499-0 Online: www.islamicrelief.de SMS: Syrienhilfe (für jede SMS fallen 17 Cent Mobilfunkgebühren an) 

Kurzprofil Islamic Relief Deutschland e.V.

Islamic Relief Deutschland, 1996 in Köln gegründet, ist eine international tätige Hilfsorganisation. Dank des weltweiten Netzwerkes von Partner- und Projektbüros in mehr als 40 Ländern erreich sie mit Nothilfe- und Entwicklungsprojekten bedürftige Menschen in Afrika, Asien, Nahost und Osteuropa. Die Gründungsgeschichte von Islamic Relief geht zurück auf das Jahr 1984 und begann mit der Hungersnot am Horn von Afrika. Ihre Arbeit ist transparent, ganzheitlich und nachhaltig. Den islamischen Werten folgend verpflichtet sie sich dazu, Armut und Leid der Ärmsten zu lindern – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Kultur. Islamic Relief Deutschland arbeitet eng mit anderen Hilfsorganisationen zusammen, unter anderem als Mitglied im Bündnis “Aktion Deutschland Hilft” unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Horst Köhler, Bundespräsident a.D., und als Mitglied von “Gemeinsam für Afrika” unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck. Weiteres unter www.islamicrelief.de

Für Rückfragen und weitere Informationen können Sie sich jederzeit an die Pressestelle von Islamic Relief Deutschland wenden.

 

Originalbeitrag:

www.presseportal.de

Welt-Diabetes-Tag – Diabetes: Neue Methoden, um Zucker zu senken

Eines Tages ist es so weit: Die Bauchspeicheldrüse schwächelt, schafft die Insulinproduktion nicht mehr. Dabei gibt es zwei Ursachen. Beim Typ-1-Diabetes, der meist im Kindes- und Jugendlichenalter auftritt, hat ein Autoimmun-Defekt die Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Beim viel häufigeren Typ 2 – früher Altersdiabetes genannt – ist meist das Übergewicht schuld. Denn die mit dem Menschen älter werdende Bauchspeicheldrüse produziert weniger Insulin, und zusätzlich erschweren verfettete Zellen und zu viel Kalorienaufnahme die Wirkung des Hormons.

Mögliche Folgeschäden

Die Folgen sind unterschiedlich. Junge Diabetiker verhungern durch den Insulinmangel quasi bei lebendigem Leib und entdecken deshalb auch rasch durch die Symptome großer Durst, vermehrter Harndrang und permanente Erschöpfung ihre Erkrankung.

Anders beim Typ 2. Er bleibt durchschnittlich sieben Jahre lang unbemerkt, verursacht keine Schmerzen, doch seine Wirkung im Körper ist dramatisch. Oft wird erst nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall der bereits bestehende Diabetes entdeckt. Aber auch Erblindungen, Erektionsstörungen, schlecht heilende Verletzungen (vor allem an den Füßen) und Schädigungen am Nervensystem können die Folgen sein.

Lebensretter Insulin

Bis vor etwa 90 Jahren waren Erkrankte unwiderruflich todgeweiht. Doch dann entdeckten die kanadischen Forscher Frederick Banting, John Macleod und Charles Best das lebensrettende Hormon in Schweine- und Rinderkörpern – die Insulintherapie war erfunden. Heute wird das Hormon nicht mehr aus Tieren, sondern aus Hefepilzen gewonnen, die in Hightech-Anlagen gentechnisch gezüchtet, dann vermehrt und schließlich “abgeerntet” werden.

Der einzige Nachteil der lebensrettenden Therapie: Insulin kann dem Körper bisher ausschließlich per Injektion zugeführt werden, weil die Salzsäure des Magens das sensible Hormon in einer Tablette zerstören würde. Doch das soll sich, wenn es nach den Forschern geht, schon bald ändern.

Neue Hormone im Visier

In den letzten Jahren wurden zwei weitere Hormone entdeckt, die ebenfalls im komplexen Verdauungssystem des Menschen eine wesentliche Rolle spielen. Die Glucagon-Like-Peptide (GLP1) und die Sodium Glucose Co-Transporter-2 (SGLT2). Sie sind als orale Antidiabetika bereits seit einigen Jahren erfolgreich im Einsatz. Die Tabletten unterscheiden sich aber doch deutlich in der Wirkungsweise.

GLP1 stimuliert die Insulinproduktion in den Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Es senkt die Produktion von Glucagon in den Alphazellen der Bauchspeicheldrüse. Glucagon selbst setzt Glucose (Traubenzucker) aus der Leber frei. Darüber hinaus verzögert es die Entleerung des Mageninhaltes in den Darm und stimuliert das Sättigungsgefühl.

Anders bei SGLT-2 (Sodium-Glucose linked transporter 2). Dabei handelt es sich um ein Eiweiß. Ist es aufgrund einer erblichen Störung nicht funktionsfähig, finden sich bei betroffenen Personen hohe Zuckerwerte im Urin, ohne dass sie durch einen hohen Blutzuckerspiegel verursacht wurden. Das machen sich die SGLT-2-Hemmer zunutze: Der Blutzuckerwert wird gesenkt, gleichzeitig verliert man Gewicht – überschüssiger Zucker und Kalorien werden einfach weggepinkelt. Mittlerweile sind beide Substanzklassen gut erforscht, und bislang gibt es keinerlei Hinweise auf unerwünschte Nebenwirkungen, vor allem keine der gefürchteten Unterzuckerungen (Hypoglykämien).

Forschung und Weiterentwicklung

Für die Pharmafirmen liegen die nächsten logischen Weiterentwicklungen daher auf der Hand. Beim dänischen Pharmakonzern Novo Nordisk forscht man daran, wie man einerseits fixe Kombinationen von Insulin und dem GLP1 in einer einzigen Injektion verabreichen kann, und andererseits, wie man die beiden empfindlichen Substanzen unbeschadet durch das Salzsäurebad des Magens transportieren kann.

Dazu experimentieren die Forscher nicht nur mit einer Pillenpresse, die mit 8,5 Newtonmeter die Wirkstoffe verdichtet. Eine noch im Entwicklungsstadium befindliche Beschichtung der Tabletten soll nicht nur zusätzlichen Schutz bieten, sondern auch am richtigen Ort – am Anfang des Dickdarms – die Wirkstoffe freisetzen.

Bei Eli Lilly in den USA geht man ähnliche Wege. Dort will man das selbst entwickelte Gliflozin – so der Name für die SGLT-2-Substanzen – in Kombination mit dem relativ altgedienten Metformin – vermarkten. Vor Kurzem wurde dafür von der US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung erteilt. Parallel dazu entwickelt man bei Eli Lilly aber auch ein GLP1-Medikament, das nur noch ein Mal pro Woche eingenommen werden muss.

Therapie ohne Hürden

“Wir wissen, dass besonders Typ-2-Diabetiker häufig viele Pillen pro Tag schlucken müssen – Bluthochdruck und erhöhtes Cholesterin sind oft Begleiterscheinungen vom Diabetes-Typ-2″, erläutert Christophe Arbet-Engels von Boehringer Ingelheim, wo man in Sachen Diabetes mit Eli Lilly zusammenarbeitet. “Wir glauben, dass die Compliance der Patienten steigt, wenn sie nur ein Mal pro Woche ein Medikament nehmen müssen.”

Der französisch-deutsche Konzern Sanofi forscht derzeit an der Weiterentwicklung seines erfolgreichen Langzeit-Basalinsulins Lantus. Die Prüfsubstanz des neuen Insulins U300 ist eine Formulierung auf Basis des Moleküls Glargin, dem biologischen Wirkstoff von Insulin glargin, dessen Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil gut untersucht und etabliert ist. U300 hat in Studien ein flacheres und verlängertes Wirkprofil als Insulin glargin gezeigt.

Diese Haupteigenschaft ist verantwortlich für weniger Hypoglykämien, besonders der Prozentsatz an schweren und nächtlichen Unterzuckerungen war in klinischen Studien mit insgesamt 3500 Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes deutlich reduziert. Die Senkung des Risikos von hypoglykämischen Ereignissen ist zwingend für die wirksame Zuckereinstellung, und U300 scheint gerade in den ersten Wochen der Insulineinstellung Unterzuckerungen zu reduzieren.

Das Fazit: Für Diabetiker kommen neue Medikamente auf den Markt, die den Verlauf der Krankheit besser und naturnäher therapieren. Eine Heilung ist allerdings in keinem Konzept vorgesehen. Keinen Diabetes zu bekommen ist jedoch der großen Mehrheit der Typ-2-Diabetiker vorbehalten: Durch vernünftige Ernährung und ausreichend Bewegung könnte mindestens die Hälfte der Typ-2-Erkrankungen vermieden werden. (Peter Hopfinger, DER STANDARD, 14.11.2014)

Artikel-Quelle:

derstandard.at/2000008115350/Diabetes-Neue-Methoden-um-Zucker-zu-senken

Ernährung: Kilos runter, Kilos rauf

Populäre Diätprogramme führen nicht zu dauerhaftem Gewichtsverlust – manche sind sogar gefährlich und belasten den Körper stärker als Übergewicht.

Von Werner Bartens

Logik kann grausam sein und die schöne heile Welt der Vorurteile zerschmettern. Beispiel? Würde es eine, nur eine einzige Diät geben, die tatsächlich wirkt – dann kämen doch nicht jedes Jahr Dutzende neue auf den Markt, oder? Auch wenn es ein hübsches psychologisches Ratespiel ist, sich zu überlegen, welcher Abnehm-Wahnsinn die nächste Modewelle anführt: Folgt auf die Blutgruppen-Diät, auf Schlank-im-Schlaf und die Mondphasen-Diät vielleicht bald Schlank-im-Suff?

Überraschend ist es daher nicht, was kanadische Ärzte im Fachblatt Circulation (online) beschreiben: Sie haben populäre Diäten untersucht und ausgewertet, ob sie zu einem langfristigen Gewichtsverlust führen. Atkins, South Beach, die Zone-Diät und die Programme der Weight Watchers wurden getestet und mit kostenlosen Diätplänen für den Hausgebrauch verglichen: einer Umstellung des Alltags, einer Ernährungsberatung und Selbsthilfeprogrammen. Keines der getesteten kommerziellen Verfahren führte dauerhaft zum Ziel. Zwar nahmen die Teilnehmer zwischen einem und sechs Kilogramm im ersten Jahr ab, doch der Gewichtsverlust in der Vergleichsgruppe war ähnlich stark.

Die getesteten Methoden reduzierten das Gewicht nicht dauerhaft

Was noch schlimmer wog: Spätestens nach zwei Jahren hatten die Probanden ihr ursprüngliches Gewicht wieder drauf. Manche legten an Bauch und Hüften sogar noch mehr zu, als sie vorher hatten. “Obwohl sie populär sind und einen großen Teil zur milliardenschweren Diätindustrie beitragen, können wir nicht behaupten, dass diese Methoden dauerhaft zur Gewichtsreduktion beitragen oder gar die Risiken für Herzerkrankungen verringern”, sagt Mark Eisenberg von der McGill Universität, der die Studie geleitet hat.

Bei der Atkins-Diät werden wenig Kohlenhydrate gegessen, dafür hauptsächlich Eiweiß und Fett. Auch bei der South-Beach-Diät werden die Kohlenhydrate stark eingeschränkt. Nach der Zone-Diät werden in einem festen zeitlichen Abstand Mahlzeiten über den Tag verteilt, die einen genau definierten Anteil an Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten enthalten. Bei allen Verfahren wird von Wissenschaftlern oder der Deutschen Gesellschaft für Ernährung die Wirksamkeit angezweifelt, zudem werden sie als potenziell schädlich oder zu kompliziert bewertet. Das Programm der Weight Watchers enthält sinnvolle Elemente zur Gewichtsreduktion, doch die eigene Produktpalette mit Punkten für jedes Nahrungsmittel ist zum Abnehmen nicht nötig und wurde oft kritisiert.

Der Jojo-Effekt belastet den Körper stärker, als einfach mit etwas Übergewicht zu leben

Wissenschaftler wissen zudem, dass der Jo-Jo-Effekt nicht nur ernüchternd für Diät-Willige ist, sondern auch ungesund. Versucht beispielsweise ein 1,80 Meter großer und 100 Kilogramm schwerer Mann immer wieder abzunehmen und reduziert sein Gewicht auf 86 Kilo, legt dann auf 102 zu und vollführt diese Achterbahnschwankung mehrmals, so ist das belastender für Herz, Kreislauf und Stoffwechsel, als wenn er konstant seine ursprünglichen 100 Kilogramm gehalten hätte.

Um Gesundheit geht es bei den vielen Versuchen abzunehmen sowieso nicht immer. Neben dem modischen Ideal der drahtigen Körper sind diese eben auch Sinnbild für Disziplin und Leistungswillen. Wer sich kasteit, kann vermutlich leicht für andere Aufgaben gewonnen werden – auch wenn er die Kilos nach ein paar Monaten wieder drauf hat.

Ärzte und Ernährungsexperten wissen zudem längst: Dauerhafte Gewichtsreduktion ist nur mit einer langfristigen Umstellung der Gewohnheiten zu erreichen. Dazu gehört vor allem, weniger aufzunehmen als zu verbrauchen, sei es durch weniger essen oder durch mehr Bewegung – am besten beides.

 

Zur Internetseite:

www.sueddeutsche.de

Immobilien mit Nebenwirkungen – Husten, Müdigkeit, Schwindel – So macht das eigene Haus krank

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Auslöser für manche Krankheit kann das eigene Haus sein. Vor allem in den 60er und 70er Jahren wurden Materialien verbaut, die erst Jahre später ihre Gefährlichkeit zeigten. Wie Sie den Giften auf die Spur kommen.

Wer ein gebrauchtes Haus kauft, der weiß in der Regel nicht, was sich hinter Wandverkleidungen, unter Bodendielen und abgehängten Decken verbirgt. In manchem Altbau tickt im wahrsten Sinne des Wortes eine chemisch-biologische Zeitbombe.

Empfindliche Menschen und Familien mit kleinen Kindern sollten sich deshalb schon vor dem Einzug (am besten bereits vor dem notariellen Kauf des Hauses) eine komplette Wohnraumanalyse machen lassen, damit sie später keine bösen Überraschungen erleben. Ein Innenraumcheck bringt schnelle Ergebnisse und erlaubt Rückschlüsse auf den mögli­chen Sanierungsaufwand – der sich unter Umständen Wert mindernd auf den Kaufpreis niederschlägt.

 

Ein Gutachten ist nicht teuer

Dabei halten sich die Kosten der Wohnraumanalyse in Grenzen: Bei einem durch­schnittlichen Kaufpreis für das Haus von 250.000 Euro liegen die Untersuchungskosten erfahrungsgemäß bei ein bis zwei Prozent – und damit deutlich unter der Makler-Courtage. Ihr Vorteil: Finanzielle und gesundheitliche Risiken werden ausge­schaltet.

Manchmal stellen sich gesundheitliche Beschwerden erst nach längerer Zeit ein und werden zunächst gar nicht mit dem Haus in Verbindung gebracht. Schleichend verschlechtert sich der Gesundheitszustand. Neurodermitis beim Kleinkind wird voreilig falschen Ursachen zugeschlagen, häufige Kopfschmerzen werden dem täglichen Arbeitsstress angelastet. Oft kurieren Haus- und Fachärzte Jahre lang an Symptomen herum, ohne auf die eigentliche Ursache zu stoßen – das gesundheitsschädliche Haus.

 

Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl

Erste Anzeichen für gebäudebedingte Erkrankungen sind un­spezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl, Hautreizungen, Schleimhautschwellungen, hohe In­fektanfälligkeit, allergische und asthmaähnliche Beschwerden; daneben werden in Innenräumen häufig auch Schadfaktoren mit Krebs erzeugendem Potential gefunden. Meist leidet erst ein Familienmitglied an einem oder mehreren Symptomen, dann nach und nach auch die anderen.

Hausbesitzer – aber auch Mieter – sind in diesem Fall heute immer noch auf Eigeninitiative angewiesen. Kaum ein Arzt fragt nach den heimischen Wohnbedingungen. Betroffene sollten sich fragen, ob ihre Beschwerden im zeitlichen Zusammenhang mit dem Einzug ins Haus stehen und ob sich ver­schiedene Symptome etwa im Urlaub vorübergehend verbessern. Beides sind mögliche Hinweise auf krankmachende Faktoren zu Hause.

 

Welche Schadstoffe im Haus krank machen

Wer ein Haus aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg bewohnt und es in den vergangenen Jahrzehnten nicht modernisiert hat, der wird selten mit gebäudebedingten Erkrankungen zu tun haben.

Bis in die 1960er Jahre wurden beim Einfamilienhaus­bau vor allem natürliche, traditionelle Baustoffe verwendet, die im Allgemeinen gut verträglich sind. Erst in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren begannen die Probleme. Moderne Baustoffe, vor allem PVC und Kunstfasern setzten sich durch. Statt der traditionellen rund 50 Baumaterialien standen nun mehrere hundert zur Verfügung – und wurden von Architekten und Heimwerkern auch benutzt. Mit all den damit verbundenen Problemen.

Innenraumexperten kennen die verschiedenen Schadfaktoren, die den Bewohnern eines Hauses gefährlich werden können. Chemische Verbindungen wie flüchtige und schwerer flüchtige organische Verbindungen, aber auch Schwermetalle und Re­aktionen verschiedener Verbindungen miteinander sind zu be­rücksichtigen.

Des Weiteren gehören zu den Schadfaktoren in Innenräumen alle Arten von Stäuben (an die häufig chemische Verbindungen angelagert sind), ferner Geruchsauffälligkeiten sowie physikalische und biologische Faktoren (Schimmelpilze, Bakterien).

 

Von:

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Dellwarzen bei Kindern

Dellwarzen sind gutartige Hautveränderungen, die bevorzugt bei Kindern und Jugendlichen auftreten, welche zu trockener Haut oder Neurodermitis neigen …und Jungen sind häufiger davon betroffen als Mädchen. Doch auch bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können Dellwarzen auftreten. Diese gutartigen Warzen können sowohl einzeln, als auch in gehäufter Form erscheinen. Dellwarzen, auch Schwimmbadwarzen, Wasserwarzen oder Mollusken genannt, sind weltweit verbreitet und schlagen mit ca. 1 Prozent aller Hautkrankheiten zubuche.

Dellwarzen – was ist darunter zu verstehen?

 

Dellwarzen sind eigentlich keine typischen Warzen, sondern vielmehr ein Hautausschlag, der durch bestimmte Viren – und zwar durch die so genannten „Molluscum Contagiosum Viren“ – hervorgerufen wird. Der Molluscipoxvirus gehört zur Familie der Pockenviren. Die Viren gelten zwar als harmlos, doch sind sie sehr ansteckend und können gelegentlich jucken. Der Name „Dellwarzen“ ist auf die charakteristische Delle inmitten der hautfarben bis rötlichen, wenige Millimeter großen Mollusken zurückzuführen. In der Regel bilden sich Dellwarzen eher einzeln, doch drückt man versehentlich auf die Warze oder kratzt sie auf, so tritt eine breiige und weißliche oder gelbliche Masse aus, welche die ansteckenden Viren enthält. Dies kann durchaus dazu führen, dass sich die Viren weiter ausbreiten, indem sie an verschiedenen Stellen des Körpers in die Haut eindringen (z.B. durch kleine Hautverletzungen, Schürfungen, Wundsein,… oder auch bei aufgeweichter Haut) und dann neue Dellwarzen verursacht.

Dellwarzen bei Kindern …und die Ursachen

 

Dellwarzen sind äußerst ansteckend und werden sowohl durch direkten Hautkontakt, als auch durch eine Schmierinfektion über Gegenstände wie Spielzeug oder Kleidung, Handüchter und Waschlappen, welche gemeinsam benützt werden, übertragen, was nicht zuletzt dazu führt, dass Dellwarzen bei Kindern häufig vorkommen. Zudem können Dellwarzen auch im Schwimmbad übertragen werden. Die Warzenerreger dringen in die oberste Hautschicht ein, vermehren und vergrößern sich, fangen an zu wuchern …und es entsteht eine oder mehrere Warzen. Dellwarzen können generell überall am Körper auftreten, doch ist bei Kindern überwiegend das Gesicht, der Nacken und Hals, die Augenlider, sowie die Arme, Achseln, Hände, Kniekehlen und der Genitalbereich von Dellwarzen befallen. Die Inkubationszeit ist bei Dellwarzen ziemlich unterschiedliche, denn nach der Ansteckung mit dem Molluscum Contagiosum Virus bis zur Warzenbildung kann es von etwa 14 Tagen bis zu mehreren Monaten dauern.

Dellwarzen bei Kindern – Verlauf, Behandeln, Entfernen

Häufig bilden sich Dellwarzen bei Kindern nach einigen Monaten von selbst wieder zurück, bei manchen kann es aber auch Jahre dauern, bis sie die Warzen wieder los werden. Außerdem ist jemand, der schon einmal Dellwarzen hatte nicht dagegen immun, sondern kann sich jederzeit erneut mit den Viren infizieren und mit dem Hautausschlag konfrontiert sein. Gewiss lassen sich Dellwarzen aufgrund ihres typischen Aussehens leicht selbst erkennen, doch sollten Sie bei ersten Anzeichen sicherheitshalber trotzdem zum Hautarzt gehen, damit sich dieser die betroffenen Stellen nochmals gründlich anschauen und ggf. die Diagnose bestätigen kann. Zudem kann Ihnen der Hautarzt gute Ratschläge und Tipps zur Behandlung der Dellenwarzen geben.

Also besteht die Möglichkeit, die Mollusken nicht zu behandeln und einfach abzuwarten, bis sie von selbst wieder abheilen. Mediziner empfehlen allerdings, die Dellwarzen zu beseitigen. Aus kosmetischer Sicht können Dellwarzen nämlich wirklich störend sein und bei den Betroffenen zu einer psychischen Belastung führen. Des Weiteren besteht durch die extreme Ansteckungsgefahr ein hohes Risiko, dass noch andere gesunde Hautstellen befallen oder weitere Menschen mit den Viren infiziert werden.

Sollen die Warzen vom Hautarzt entfernt werden, so wird insbesondere bei Kindern vor der Behandlung eine örtlich betäubende Salbe aufgetragen, damit das Entfernen der Warzen schmerzfrei vonstatten geht. Die Salbe muss mindestens eine bis eineinhalb Stunden lang unter einer Folie einwirken, bevor der Eingriff vorgenommen wird.
Danach beseitigt der Hautarzt die Dellwarzen, indem er sie – nach dem Desinfizieren der Haut – mit einem scharfen Löffel abschabt (in Fachkreisen „Kürettage“) oder die Hautknötchen mit einer feinen Pinzette ausdrückt. Unmittelbar danach desinfiziert der Dermatologe die entsprechende Hautfläche erneut, damit noch vorhandene Viren keine Chance haben, sich zu verbreiten und an anderen Körperstellen neue Dellwarzen hervorzurufen.

Eine weitere Variante wäre, die einzelnen Dellwarzen mit flüssigem Stickstoff zu vereisen (die so genannte Kryotherapie).

Alternativ zu diesen Methoden besteht die Möglichkeit, die Dellwarzen mit einer speziellen und geeigneten Lösung selbst zu behandeln (die Lösung enthält stark verdünnte Kalilauge ~ Kaliumhydroxid). Sie müssen hierbei das Mittel zweimal täglich auf die einzelnen Dellwarzen auftupfen, so lange bis sich die Warzen entzünden. Nach dieser Behandlung heilen die Dellwarzen in der Regel vollständig ab.

Dellwarzen bei Kindern mit homöopathischen Mitteln behandeln

Haben Kinder Dellwarzen, so kann man auch versuchen, die Warzen mit homöopathischen Mitteln zu behandeln. Zu empfehlen sind homöopathische Arzneimittel wie „Teebaumöl“, eine „Thuja-Tinktur“ oder „Thuja-Globuli.

Dellwarzen bei Kindern vorbeugen

 

Da bei Kindern das Immunsystem noch schwach ist, sollten sie möglichst keinen direkten Hautkontakt zu Menschen haben, die an Dellwarzen leiden und sie sollten Warzen keinesfalls mit bloßen Fingern berühren. Genauso sollte man die rahmartige bis teigige Masse nicht selbst ausdrücken, sie könnte sich sonst auf der Haut verteilen und sich so noch weiter ausbreiten. Zudem solle jedes Kind bzw. Familienmitglied sein eigenes Handtuch, Dusch- oder Badetuch, Waschlappen, Bademantel,… haben, damit die Viren nicht über die so genannte Schmierinfektion übertragen werden.

Da Kinder, Jugendliche oder auch Erwachsene, die zu Neurodermitis neigen, besonders gefährdet sind und ein wesentlich größeres Risiko haben, an Dellwarzen zu erkranken, sollten sie sich zur Vorbeugung regelmäßig mit einer geeigneten, fetthaltigen Creme oder Lotion eincremen, um ihre empfindliche Haut vor den „Molluscum Contagiosum Viren“ zu schützen. Sind Neurodermitis-Gefährdete bereits von Dellwarzen betroffen, so sollten sie die infizierten Hautstellen nicht eincremen, da sonst die Viren auf der Haut verschleppt bzw. verteilt werden und sich noch mehr ausbreiten können.

Natürlich gelten die Verhaltensweisen bzgl. Dellwarzen nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. Unter Erwachsenen werden Dellwarzen vor allem auch durch Geschlechtsverkehr übertragen und tauchen somit eher im Intimbereich und am Bauch auf.

 

URL der Quelle:

http://www.vorname.com/ratgeber/gesundheit/dellwarzen-bei-kindern-5266

Darf man sich in die Trennung der anderen einmischen?

BRIGITTE: Warum bleiben zwei Menschen zusammen, die sich eigentlich besser trennen sollten?

Gisela Hötker-Ponath: Es gibt viele Gründe, die wir von außen nicht sehen: Der Leidensdruck ist noch nicht groß genug, auch wenn es so wirkt. Der Gewinn zu bleiben ist immer noch größer als der zu gehen. Oder man will es besser machen als die eigenen Eltern, die sich vielleicht getrennt hatten. Umgekehrt: Man bleibt trotz großer Probleme, weil einem das als Kind so vorgelebt wurde. Unbewusste Wiederholungsmuster machen es uns also schwer, neue Wege zu gehen. Außerdem sind da noch die Ängste. Wie werden die Kinder die Trennung verkraften? Halte ich es aus, allein zu leben? Und, was ich immer wieder besonders bei Frauen über 35 erlebe: Sie haben Angst, niemanden mehr zu finden, mit dem sie glücklich sein werden. Wir leben ja fast alle nach wie vor das romantische Modell, das erschwert die Vorstellung, dass es so etwas Einzigartiges noch einmal geben kann. Zu erkennen, dass Trennung auch Befreiung sein kann, das dauert eine ganze Weile.

Es gibt Paare, die sind eigentlich getrennt, leben aber weiterhin zusammen, um den Schein zu wahren oder – das betrifft besonders Frauen – den materiellen Wohlstand nicht zu verlieren. Kann das funktionieren?

Das ist auf die Dauer kein gesundes Leben. Die Möglichkeit, dass man dabei depressiv wird oder psychosomatische Erkrankungen erleidet, ist relativ hoch. Weil es keine selbstgewählte Lebensform ist – auch wenn man sich das vielleicht einredet – sondern nur eine erduldete. Da treten dann beispielsweise Kopfschmerzen und Essstörungen auf, meistens als ein “Zu-viel-Essen”. Und eine depressive Entwicklung führt dazu, dass sich jemand noch schlechter trennen kann, es fehlt ihm an Initiative, Mut und Selbstvertrauen, zu gehen.

Gisela Hötker-Ponath

… ist Paar- und Familientherapeutin und Lebensberaterin in Eichenau in Bayern. Sie ist Autorin des Buchs “Trennung ohne Rosenkrieg” (176 S., 17,95 Euro, Klett-Cotta)

Darf ich mich als Außenstehende in die Beziehung von Freunden einmischen?

Ja, aber es ist eine Frage des Wie. Wenn ich die Position einnehme “Du musst dich trennen”, entsteht im anderen automatisch ein “Ja, aber”. Ich dränge den anderen unwillkürlich dazu, die andere Seite, die des Bleibens, zu übernehmen. Dazu kommt, dass es von außen nicht nur schwierig, sondern auch vermessen ist zu erkennen, ob jetzt gerade wirklich der richtige Zeitpunkt der Trennung ist.

Wie formuliere ich meine Meinung dann also am besten?

Erstens: keine Ratschläge erteilen, wenn sie nicht erfragt werden. Man kann ja erst einmal die Frage stellen: Möchtest du reden, hast du Lust? Das machen wir zu selten. Wir gehen zu oft direkt in dieses Thema, weil es uns selbst bewegt. Wir haben auch ganz klar ein egoistisches Bedürfnis, darüber zu reden. Denn jeder, der in einer Beziehung lebt, hat doch selbst schon mal Trennungsambivalenzen gehabt, will es aber eigentlich nicht wahrhaben und arbeitet an den Themen des anderen dann seine eigene Angst und Problematik mit ab.

Und zweitens?

Zweitens sollte man die Trennung nicht als ultimative Lösung ansprechen, sondern eher “Angenommen, es wäre so”-Fragen stellen. Damit lässt man dem anderen Spielraum, zeigt, dass man weitere Möglichkeiten mitdenkt, und man hilft ihm gleichzeitig, ein Bild von der Zukunft zu entwickeln. Also Fragen wie: Angenommen, du würdest dich trennen, wie würde dein Leben weitergehen? Kennst du Frauen, die sich getrennt haben? Was siehst du positiv bei denen? Wovor hättest du Angst? Oder: Angenommen, du würdest bleiben, wie sähe dein Leben in fünf Jahren aus? Ich kann mich auch vorbereiten, indem ich überlege: Wie würde es mir in so einer Situation gehen? Wie könnte meine Freundin mich ermutigen, darüber zu sprechen?

Ist die engste Freundin die beste Gesprächspartnerin für so eine Situation?

Nicht immer. Sie kann zu nah dran sein und sich mit der Freundin identifizieren. Sie möchte nicht, dass es ihr schlecht geht, und geht damit zu sehr auf eine Seite. Das ist für die Freundin nicht wirklich hilfreich, um zu einer eigenen Entscheidung zu kommen. Natürlich sollte sie mit ihrer Freundin sprechen, aber auch mit der Idee, der Freundin vorzuschlagen, sich woanders Hilfe zu holen, z. B. bei einer Beratungsstelle oder Therapeutin. Denn wenn in einer Freundschaft über einen längeren Zeitraum nur noch über Trennung und Zweifel gesprochen wird, belastet das die Freundschaft.

Ist Schweigen die bessere Lösung, um die Freundschaft nicht zu gefährden?

Schweigen sagt eher etwas über uns selbst aus. Vielleicht schweigen wir, weil wir fürchten, in so einem Gespräch könnte bei uns selber etwas hochgehen an Unzufriedenheit in der eigenen Beziehung. Wir haben Angst, dass wir bei uns und unserer Partnerschaft plötzlich auch klarer hinsehen müssen.

Ich habe der Freundin gesagt, sie sollte sich besser von diesem Mann trennen, aber die beiden bleiben schließlich doch zusammen. Was bedeutet das für unsere Freundschaft?

Damit sollte man offen umgehen, indem man sagt: Ich dachte wirklich, es wäre vorbei mit euch, jetzt habt ihr euch anders entschieden, ich habe mich also getäuscht. Vielleicht habt ihr euch auch getäuscht – sehen wir, wie’s weitergeht.

Damit deute ich doch aber an, dass ich an einen Erfolg nicht glaube.

Damit bleiben Sie authentisch. Und Ihre Zweifel sind berechtigt. Es gibt viele Menschen, die brauchen einige Runden, um sich zu trennen. Man könnte sagen, das sind Menschen, die nehmen es wirklich ernst miteinander und dem Versuch, die Beziehung zu retten. Oder es sind Abhängigkeitsspiralen, das bedeutet, sie haben große Probleme, sich zu lösen. Viele Frauen geben sich oft auch selbst die Schuld am Scheitern. Deswegen gibt es auch die vielen Versuche, es doch noch einmal hinzubekommen.

Reagieren Männer eigentlich anders auf schwierige Paare?

Das sieht man in dem einen Fall, in dem die Frau von ihrem Mann während des Abendessens massiv abgewertet wird. Ein Mann hätte da gesagt: “Hey, wie redest du mit deiner Frau?” Er macht sich nicht wie die Freundin Gedanken über den Beziehungskonflikt, sondern über das direkt sichtbare Symptom, die abfälligen Sätze. Meine Erfahrung ist: Männer beschäftigen sich auf längere Sicht weniger mit dem Großen und Ganzen einer Beziehung. Männer reagieren eher punktuell.

 

Originalbeitrag:

www.brigitte.de/liebe/beziehung/

Was hilft Schwangeren gegen die Allergie?

Rote Augen, laufende Nase – jetzt fliegen die Pollen wieder. Dürfen Schwangere etwas gegen Heuschnupfen nehmen? Was hilft Asthmatikerinnen oder Neurodermitikerinnen während der Schwangerschaft? Einige Antworten.

Viele Allergikerinnen stehen während der Schwangerschaft vor der Frage: Darf ich jetzt überhaupt noch Medikamente einnehmen, um die Beschwerden zu lindern? Und wenn ja, welche? Vor allem Frauen, die unter allergischem Asthma leiden, sind häufig verunsichert. Doch auch ein vermeintlich harmloser Heuschnupfen sollte während der Schwangerschaft weiter behandelt werden. Nur wie? Hier haben wir einige wichtige Fragen zusammengestellt:

 

Wie kann man Heuschnupfen in der Schwangerschaft behandeln?

Wenn die Beschwerden nur leicht sind, genügt es manchmal schon, die Pollen zu reduzieren. Professor Arthur Helbling, Leitender Arzt der Allergologisch Immunologischen Poliklinik des Inselspitals Bern, empfiehlt dazu, mit geschlossenen Fenstern Auto zu fahren, sich vor dem Schlafengehen die Haare zu waschen und nicht bei offenem Fenster zu schlafen.

 

Was ist mit Nasenspray und Augentropfen?

“Unbedenklich sind Nasentropfen mit Kochsalzlösung”, sagt Professor Helbling. Bei stärkeren Beschwerden in Augen und Nase könne man aber auch in der Schwangerschaft frei verkäufliche Antihistaminika anwenden. Sie wirken nur auf einen sehr kleinen Bereich der Schleimhaut – “Schäden beim Ungeborenen sind bis heute nicht beobachtet worden”, so der Berner Experte. Das gleiche gilt für minimal dosierte Cortisonsprays und solche, die Cromoglicinsäure enthalten.

 

Und wenn das alles nicht mehr hilft?

“Dann sollte die Frau zu einem Allergologen gehen und sich ein Mittel zum Einnehmen verschreiben lassen”, rät Arthur Helbling. Natürlich darf kein Arzt schwangeren Frauen leichtfertig Medikamente geben. “Aber ein unbehandelter allergischer Schnupfen ist kein Wehwehchen, bei dem man einfach abwarten sollte.”

Vor allem bei allergischem Asthma ist es wichtig, die Krankheit unter Kontrolle zu halten – darauf weist auch Professor Schultze-Werninghaus, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI) im neuen “Ratgeber aus Ihrer Apotheke”. Denn Asthmanafälle führen unter Umständen zu Komplikationen während der Schwangerschaft. Außerdem könnte das Wachstum des Kindes beeinträchtigt werden. Also bitte nicht auf die eigene Faust notwendige Medikamente absetzen!

Wenn Sie unter allergischem Asthma leiden, sollten Sie sich zur Sicherheit mit Ihrem Frauenarzt besprechen und regelmäßig zur Kontrolle gehen. Der Gynäkologe kann Ihnen auch sagen, wie Sie sich richtig verhalten, wenn ein Anfall droht.

 

Link zur Homepage:

http://www.eltern.de/schwangerschaft/

Schönheitschirurgie: “Wir sollten die Mimik lahmlegen”

Als mein Sohn drei Jahre alt war, malte er stets zwei waagerechte Striche in seine Kopfmännchen. Eine Bekannte guckte sich damals seine Frühwerke an und sagte: “Wie lustig, das sind sicher deine beiden Falten auf der Stirn, die sind ja bei dir sehr ausgeprägt.”

Ich fand es gar nicht mal so wahnsinnig komisch, aber mit Anfang 30 warf es mich nicht aus der Bahn. Mit den Jahren merkte ich nur, dass ich zunehmend aggressiver wurde, wenn eine Yogalehrerin mal wieder sanft ansagte: “Entspannt eure Stirn, weiche Stirn!” Meine Stirn ist so weich, da kann man nicht mal ein Fünf-Minuten-Ei dran zerdeppern, ich bin so relaxt, dass ich manchmal mitten am Tag einschlafe, aber meine Denkerstirn bleibt davon völlig unbeeindruckt.

Mit Spritze zum ewigen Lächeln

Früher glaubte ich, dass die Frauen, die ich kenne, niemals eine Spritze an ihr Gesicht lassen würden. Dann gestand die Erste, dass sie vorhabe, sich “Happy Face” machen zu lassen, eine Methode, die ihre Mundwinkel mithilfe von Hyaluronsäure irgendwie anheben sollten. Damit würde man immer glücklich aussehen. Sie zog mit beiden Zeigefingern ihre Mundwinkel hoch, um das Ergebnis für mich zu simulieren. Sie sah aus wie Chucky die Mörderpuppe. Ich schlug naiv vor: “Aber vielleicht reicht es ja auch, wenn du öfter mal lachst.”

Wenig später erzählte eine andere, dass sie in der Mittagspause kurz beim Hautarzt gewesen war und es ja echt nur gaaanz minimal sei, und zum Beweis, dass man mit Botox nicht zwangsläufig wie Carla Bruni aussehen müsse, kräuselte sie ihre Stirn. Es funktionierte noch, und vor allem sah sie fantastisch aus. Besser als sonst, eigentlich doch nur so, als sei sie gerade aus dem Urlaub gekommen. Ich hingegen hatte tatsächlich grad drei Wochen Apulien hinter mir und sah aus wie ein braun gebranntes Wrack.

“Haben Sie Stirnfältchen?”

Um zu begreifen, dass die Würde des Menschen antastbar ist, muss man nicht weit gehen. Es reicht vollkommen aus, einen unverbindlichen Beratungstermin in einer Schönheitsklinik zu vereinbaren. Die Empfangsdame am Telefon fragt freundlich: “Haben Sie Stirnfältchen?” Ich antworte: “Äh, ja, das könnte man so nennen.”

Sie: “Okay, dann sollten wir vorsichtig die Mimik lahmlegen!”

In Wahrheit habe ich keine Fältchen, sondern seit ich denken kann zwei horizontale Krater auf der Stirn, die auch dann sichtbar sind, wenn ich in meinem Inneren weder kritisch noch böse, sondern ausgeschlafen und glücklich bin. Das sei genau das Problem, sagt der Doktor mit doppeltem Doktortitel im weißen Kittel, nachdem er mich herzlich und ohne eine Miene zu verziehen begrüßt hat.

Wir sitzen uns gegenüber, nur sein überdimensionaler Schreibtisch trennt uns, als er schließlich fragt: “Was stört Sie denn an Ihrem Gesicht?” Ich überlege eine Weile. Er hat es wohl eilig und unterbricht mein Schweigen: “Soll ich Ihnen mal sagen, was mich stört?”

“Ihre Stirn stört mich!”

“Äh ja?!” “Ihre Stirn, die stört mich!” Er sagt es fast wütend. Es sei nun mal leider so, dass der erste Eindruck zähle. Ich wende ein: “Ja, meine Mimik, das war schon immer so …” Er unterbricht mich gereizt: “Sehen Sie, jetzt, wenn Sie sprechen, wird es noch deutlicher!” Unglücklicherweise habe man in Studien herausgefunden, dass der Blick des Gegenübers immer von oben nach unten wandert, man bliebe also sofort da oben an meinem Raffrollo hängen. Und dann habe man keine Chance mehr. “Wenn Sie also auch mal so eine spiegelglatte Stirn haben möchten wie ich und 350 deutsche Euros übrig haben, mache ich das gerne mit Ihnen zusammen.”

Nein, sonst habe er nichts weiter an mir auszusetzen, aber er versichert mir, dass ich mit 90-prozentiger Sicherheit zu den 90 Prozent der Frauen gehören werde, die immer wieder zu ihm kommen. Vielleicht habe ich die Prozentzahlen aber auch im Nachhinein etwas durcheinandergebracht. Mit tausendprozentiger Sicherheit kann ich allerdings sagen: Selbst wenn dieser Mann der letzte auf der Welt mit einem kleinen Botoxvorrat in seinem Keller wäre, würde ich mir lieber ein Bein abhacken lassen, als mein hübsches Gesichtchen in seine Hände zu legen. Als er die Zweifel auf meiner Stirn geschrieben sieht, fügt er zum Abschied hinzu: “Frau Kaloff, Botox ist keine Reise zum Mond!” Ja, die dauert sicher auch länger: Exakt nach acht Minuten stehe ich wieder auf der Straße.

Das ist doch unlauterer Wettbewerb

Der lateinische Begriff Dignitas bedeutet Würde und bezeichnet die Eigenschaft, eine einzigartige Seinsbestimmung zu besitzen, die jeden Menschen von allen anderen Menschen unterscheidet. Seit es die Möglichkeit gibt, seine Seinsbestimmung optisch lahmzulegen, unterschieden sich die Menschen zumindest äußerlich nicht mehr ganz so drastisch. Irgendwann fiel mir auf, dass die Frauen in meinem Alter kaum mehr so aussehen wie Frauen in meinem Alter. Das ist unlauterer Wettbewerb, keine Mittvierzigerin trägt doch eine fette Hip-Hop-Kette um den Hals, die sagt: Ich sehe besser aus als Susanne Kaloff, weil ich eine Portion Nervengift in meiner Visage habe.

Meinen zweiten Termin habe ich deshalb bei einer Dermatologin. Sie trägt auch Doktortitel und Kittel, aber ihre Augen lachen. Ich spreche sie auf Hyaluron an, den naturidentischen Wirkstoff, der mich weniger ängstigt als Botulinumtoxin Serotyp A. Mit diesen Hyaluronfillern kann man Volumenverlust, Nasolabial- bis Plisseefalten auffüllen. Die schlechte Nachricht sei allerdings, dass man es für die Stirnregion nicht gerne verwendet, weil es sich durch starke Mimik, die ja dann noch astrein funktioniert, zu leicht wegmassiert. Wegmassiert? “Na ja, es kann passieren, dass sich das Gel unter der Haut verschiebt und sich auch die Falten verschieben.”

Übersetzung: Ich hätte dann unter Umständen vier statt zwei Striche unterm Pony. Aber an meiner Nasolabialfalte könne man prima was mit einer homöopathischen Dosis Filler machen. Als ich einwende, dass ja die linke Falte tiefer ist als die rechte, sagt sie: “Die Natur ist asymmetrisch.” Ich könnte sie dafür küssen.

Würde ich mich selbst im Stich lassen?

Im Fahrstuhl nach unten fällt mir ein Zitat von Lauren Bacall ein: “I think your whole life shows in your face and you should be proud of that.” Man hat ja immer die freie Wahl zwischen Selbstachtung und Selbstverwerfung, es bringt einem keine Schönheit ein, hart mit seinem Spiegelbild ins Gericht zu gehen, und ich glaube auch nach wie vor, dass Schönheit durch Ausgeglichenheit und den liebevollen Blick auf sich selbst entsteht. Aber wäre dieser Blick womöglich noch gütiger, wenn man seine Fassade subtil manipuliert hat? Oder ist es Hochverrat an sich selbst? Meine größte Angst ist nicht, dass Botox nun mal unumstritten ein Gift ist, sondern, dass ich mich selbst im Stich lassen würde. Zu viel Tiefe verträgt sich wohl nicht so gut mit einer glatten Oberfläche.

Die philosophische Schrift “Über Anmut und Würde” von Friedrich Schiller erschien 1793. Schiller beschreibt darin, wie sich die geheimsten Rührungen der Seele auf der Außenseite des Körpers offenbarten. Im Wartezimmer einer weiteren Beautyklinik finde ich eine Abbildung zweier Frauen, die eine zeigt ein V-förmiges Gesicht, die andere ein A-förmiges. Beim V weise die Gesichtskontur nach oben, ein Zeichen für Jugend. Beim A deutlich nach unten.

Was bei diesem Vergleich ignoriert wird, ist die sehr offensichtliche Tatsache, dass die Dame mit dem abgesackten A eine Seniorin ist und nach einem langen Leben voll geheimster Rührungen doch wohl das Recht hat, nicht mehr wie ein euroasiatischer Twen mit Mandelaugen aussehen zu müssen.

Plötzlich bin ich doch beim Botox

Der renommierte Arzt erzählt zur Begrüßung, dass er gerade frisch aus dem Urlaub kommt, ich denke im Stillen: Alter, die Art von Urlaub kenne ich, das Traumland fängt mit B an und endet mit X. Dann rollt er seine beeindruckende Vita vor mir aus und fragt, wie viel ich als Teenager, wie viel in der Schwangerschaft wog, ob ich rauche, was ich arbeite und warum ich hier bin. Ich sage: “Auf keinen Fall will ich Botox!” Er lacht. Und nimmt sich Zeit, viel Zeit, wir plaudern und lachen zusammen, er ist weder arrogant noch sieht er so gefroren aus wie Mickey Rourke. Und dann passiert etwas Unerwartetes: Ich vertraue ihm immer mehr, wie ein Rehkitz, dem man ein paar Bröckchen ausgestreut hat.

Ohne es zu merken, sind wir plötzlich doch beim Botox, mit einer Minidosis für 100 Euro könne er meine Stirn sanft entspannen, das würde mir sicher guttun, weil es doch auch ermüdend ist, immer so alarmiert zu gucken. Er legt seine braune Stirn in Falten und sagt: “Ich habe das auch drin!” Ich müsse ihm nur vertrauen, wie das seine Patienten, unzählige Promis, ja selbst Grünen-Politiker seit vielen Jahren tun.

Als ich seine Praxis nach einer Dreiviertelstunde rotbackig verlasse, bin ich sicher, dass ich das einfach mal ausprobieren werde, ist doch kein großes Ding, Mensch, das machen doch alle, du kleiner faltiger Angsthase. Den Rest des Tages straffe ich mein Gesicht mit einer Hand, mit der anderen versuche ich ein Handyfoto zu machen.

Viel Schatten, viel Licht

Beim Einschlafen fallen mir seine Worte wieder ein: “Die Schatten um Ihre Mundwinkel sind schon recht tief, das wird mit der Zeit immer deutlicher werden, da sollten Sie auch drüber nachdenken.” Und später könne man dann auch noch mal über mehr Volumen in den Wangen sprechen, aber das habe noch Zeit.

Keine Ahnung, was in der darauffolgenden Nacht genau passiert ist, aber als es hell wurde, bin ich aufgewacht. Ich habe mich vor den Spiegel gestellt, mir fest in die Augen geblickt, mein Gesicht in beide Hände genommen und laut gesagt: Wo viel Schatten ist, ist auch immer ganz viel Licht.

 

Zuerst veröffentlicht auf:

http://www.welt.de/lifestyle/article119092404/Wir-sollten-die-Mimik-lahmlegen.html

Laktoseintoleranz – Wenn Milch krank macht

Milch, Joghurt, Käse gehören zu den Grundnahrungsmitteln. Jeder Siebte in Deutschland leidet allerdings an einer Laktoseintoleranz und bekommt durch Milchprodukte Blähungen oder Durchfall.
 
Milch ist das erste Nahrungsmittel von Säugetieren inklusive dem Menschen. Sie gilt als eines der wertvollsten Bestandteile unserer Ernährung. Bauern sind stolz auf eine bsonders hohe Leistung ihrer Milchkühe. Konsumenten schätzen die schmackhaften Produkte aus dem Rohstoff Milch: Butter, Joghurt, Käse. Diese Wertschätzung kommt an jedem 1. Juni in 30 Ländern der Erde zum Ausdruck, am Internationalen Tag der Milch.

Doch nicht jeder teilt die Begeisterung über das weiße Wunder der Natur. Ihnen bereiten Milch und Milchprodukte heftige Verdauungsbeschwerden. Jeder Siebte in Deutschland verträgt keine Milch, leidet an einer Laktoseintoleranz. Weiterlesen

Beschluss: Das bringt das neue Patientenrechtegesetz

Berlin – Patienten in Deutschland sollen künftig mehr Rechte gegenüber ihren Ärzten und Krankenkassen bekommen. Am Donnerstagabend verabschiedete der Bundestag mit den Stimmen der schwarz-gelben Koalition das Patientenrechtegesetz.

Während die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) das neue Gesetz als Durchbruch feierte und sagte, damit werde das Informationsgefälle zwischen Ärzten und Patienten “endlich ausgeglichen”, kritisierte die Opposition das neue Gesetz als völlig unzureichend und sprach von einem “Ärzteschutzprogramm”. Weiterlesen

Abnehmen – Selbst Salat kann dick machen

 
Wer meint, mit Salat und Gemüse garantiert abzunehmen, irrt sich. Die grüne Mahlzeit kann zur Kalorienfalle werden, manche Salate haben dank Dressing und Toppings so viele Kalorien wie ein Steak mit Kartoffeln.
 
Wer ausschließlich Salat und Gemüse isst, nimmt automatisch ab. „Das stimmt“, bestätigt Sabine Schulz vom Institut für Ernährungswissenschaft an der Uni Giessen. „Allerdings kommt es auf das Dressing und die Beilagen an.“ Dann ergibt sich nämlich für die vermeintlichen Schlankmacher eine ganz andere Energiebilanz. Mittags einen Ceasar‘s Salad mit reichlich Parmesan und Croutons, abends ein Salatteller mit paniertem und frittiertem Hühnerfleisch oder üppigen Schinkenstreifen, angemacht mit cremigem Joghurt-Mayonnaise-Dressing: Jeder dieser Mischsalate liefert auf diese Weise bis zu 700 Kilokalorien – vergleichbar ist das von der Energiemenge durchaus mit einem Steak und Kartoffeln.

„Vor allem die Toppings, also Käse, Schinkenstreifen, frittiertes Fleisch, Wurst liefern viele Kalorien“, warnt Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Auch Beilagen wie beispielsweise Sauce Hollandaise zum Schlankmacher Spargel ist mit über 500 Kilokalorien pro 100 Gramm eine echte Kalorienbombe. Weiterlesen

Regierung setzt EU-Richtlinie um – Patienten können Nebenwirkungen bei Behörden melden

Für Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt oder Apotheker – und jetzt auch andere Patienten: Erfahrungen mit Medizinprodukten können in Deutschland künftig direkt bei den zuständigen Behörden gemeldet und im Internet beschrieben werden.
Patienten in Deutschland können künftig Nebenwirkungen von Medikamenten oder Medizinprodukten direkt bei den zuständigen Behörden in Deutschland melden. Nach einem Bericht der „Bild“ vom Freitag setzt die Bundesregierung damit eine EU-Richtlinie um.

Demnach können Patienten, die nach der Einnahme von Medikamenten Nebenwirkungen oder Fehler in Medizinprodukten (z.B. defekte Hüftgelenke) feststellen, dies direkt beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte melden. Das Paul-Ehrlich-Institut hat dafür außerdem eine Internetseite freigeschaltet (https://humanweb.pei.de), auf der Patienten online Nebenwirkungen berichten können. Weiterlesen

Cannabis macht Schmerzen (nicht immer) erträglicher

Oxford – Im Gegensatz zu Opiaten kann THC, der psychoaktive Bestandteil der Canna­bis-Droge, den Schmerz nicht wirklich abstellen. Er wird von den Konsumenten nur als weniger störend empfunden. Hirnforscher zeigen in Pain (2012; doi: 10.1016/j.pain­.2012.09.017) auch, warum THC diese Wirkung nicht bei allen Patienten erzielt.

Schon die Verteilung der Cannabinoid-Rezeptoren, den Andockstellen für endogene Cannabinoide und Tetrahydrocannabinol (THC) im Gehirn deutet darauf hin, dass THC kein echter Schmerzblocker ist. Cannabinoid-Rezeptoren gibt es vor allem im Frontalhirn und im limbischen System, in denen die affektiven Qualitäten des Schmerzes bewertet werden. Dies zeigen auch die Experimente, die Michael Lee von der Universität Oxford und Mitarbeiter an zwölf Probanden durchgeführt haben. Weiterlesen

Er prangerte Schwarzgeldgeschäfte an – Psychiater sehen Gustl Mollath sehr unterschiedlich

 
Im Fall des Psychiatriepatienten Gustl Mollath widersprechen sich nach FOCUS-Informationen die Gutachten: Schon zwei Psychiater stuften ihn als nicht gemeingefährlich ein. Horst Seehofer mahnte, den Fall schnell zu überprüfen.
Der Garmischer Psychiater Friedrich Weinberger diagnostizierte bei dem 56-jährigen Mollath nach FOCUS-Informationen lediglich eine „reaktive Depression“. Der Straubinger Gutachter Hans Simmerl attestierte dem Nürnberger „eine auffällige Grundpersönlichkeit mit fanatisch-querulatorischen Zügen“. Beide halten ihn nicht für gemeingefährlich. Mollath sitzt seit fast sieben Jahrenin der forensischen Abteilung der Psychiatrie, weil er seine Frau misshandelt und Reifen zerstochen haben soll.

Das Unterbringungsgutachten hatte ihm ein „paranoides Gedankensystem“ bescheinigt und ihn als allgemeingefährlich eingestuft. Auch mehrere andere Gutachter schrieben Mollath diese Eigenschaft inzwischen zu. Gefährdet seien demnach nicht nur seine Ex-Frau, eine Vermögensverwalterin der früheren Hypo-Bank, und ihre Geschäftspartner, sondern auch „beliebige weitere Personen“. Mollath hatte die „größte Schwarzgeldverschiebung in die Schweiz“ angeprangert. Er ist der Meinung, deshalb „weggesperrt“ worden zu sein. Weiterlesen

Wellnesstrend Floating

Floating ist zwar keine absolute Neuerfindung, erfreut sich aber gerade im Winter und generell bei Stress oder muskulären Problemen größter Beliebtheit. Durch den hohen Salzgehalt des Wassers werden sämtliche Muskeln völlig entspannt und Schmerzen können effektiv gelindert werden. Floating ist also ein wahres Multitalent – alle Infos dazu hier!

Was ist Floating?

Floating (schweben, gleiten) wurde bereits in den 1950er Jahren in Amerika entwickelt. Ursprünglich, um die Reaktionen des Hirns auf völlige Schwerelosigkeit und Stille zu beobachten. Weiterlesen

Konferenz in Wien – Personalisierte Medizin: Das Genom ist der Schlüssel

Ausgehend von der Erkenntnis “jeder Mensch ist einzigartig” lassen sich Krankheitsabläufe besser verstehen und effizientere Therapien entwickeln – Nachbericht zur “PerMe”-Konferenz

Mehr als 100 Mediziner nahmen von 31. August bis 1. September im Wiener AKH an der ersten Zentraleuropäischen Konferenz über Personalisierte Medizin, “PerMe”, teil. Die neue Kongressreihe stellt Therapien vor, die in der Personalisierten Medizin etabliert sind, und gibt eine Vorschau auf eine mögliche Weiterentwicklung  in den nächsten zehn Jahren. Weiterlesen

Thrombosen: Gefährliche Blutgerinnsel

So entsteht eine Thrombose:

Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel, das sich meistens in den Venen bildet, aber auch in Arterien entstehen kann. Zunächst lagern sich Blutplättchen, die sogenannten Thrombozyten, zusammen. Dadurch wird die Gerinnungskaskade ausgelöst, bei der verschiedene Faktoren im Blut ausgeschüttet werden und ein Netz bilden. Darin verfangen sich weitere Blutkörperchen – das Blutgefäß verengt sich oder verstopft. Weiterlesen

Übergewicht: Rezeptfreie Abnehmpille mit Wechselwirkungen

Chemisch blau sind die Kapseln, die Übergewichtige schneller abnehmen lassen sollen: Mit Hilfe des Wirkstoffs, der die Fettaufnahme im Darm hemmt, könnten Abnehmwillige eine Diät unterstützen, werben Hersteller.

Gedacht ist Orlistat für Menschen, die deutlich zu dick sind: Wer einen Body-Mass-Index (BMI) von über 30 erreicht, der kann die Pillen schlucken. Mittlerweile gibt es Orlistat in der Apotheke sogar ohne Rezept. Dabei gibt es schon seit Jahren Bedenken, wie sicher das Arzneimittel ist: Die europäische Zulassungsbehörde EMA untersucht seltene, aber schwere Nebenwirkungen, die Orlistat in der Leber auslösen kann – bis hin zum tödlichen Leberversagen. Weiterlesen

MEMPHIS – (May 29, 2012) /PRNewswire/ — To speed progress against cancer and other diseases, the St. Jude Children’s Research Hospital – Washington University Pediatric Cancer Genome Project today announced the largest-ever release of comprehensive human

Source: prnewswire.com

MEMPHIS – (May 29, 2012) /PRNewswire/ — To speed progress against cancer and other diseases, the St. Jude Children’s Research Hospital – Washington University Pediatric Cancer Genome Project today announced the largest-ever release of comprehensive human cancer genome data for free access by the global scientific community. The amount of information released more than doubles the volume of high-coverage, whole genome data currently available from all human genome sources combined. This information is valuable not just to cancer researchers, but also to scientists studying almost any disease. Weiterlesen

Laktoseunverträglichkeit – Wenn Milchprodukte auf den Magen schlagen

Fast 20 Prozent der Deutschen klagen nach dem Verzehr von Milchshakes, Sahnetorte oder Käsebrötchen über Bauchschmerzen und Schlappheit. Doch oft werden die Beschwerden nicht ernst genommen.

Viele Menschen reagieren auf Milch und Co. mit Übelkeit, Durchfall und Müdigkeit – und das ist kein Wunder. Denn genetisch war es ursprünglich nicht vorgesehen, dass Erwachsene Milch trinken. Mit dem Abstillen verloren unsere Vorfahren die Fähigkeit, den enthaltenen Milchzucker, die Laktose, im Darm zu spalten und Milch zu verdauen. Erst mit der Einführung der Viehwirtschaft in Europa entwickelten die Menschen durch Mutation ein Gen, das die Produktion von Laktase, einem Enzym zur Laktosespaltung, im Darm von Erwachsenen möglich machte.

Weit verbreitete Nahrungsmittelunverträglichkeit

Noch heute verfügt nicht jeder Mensch über dieses Gen. In Südostasien fehlt demnach 98 Prozent der Bevölkerung das Enzym Laktase, in Südamerika 70 Prozent. „In Deutschland haben 15-20 Prozent eine Unverträglichkeit von Milchzucker“, sagt Martin Raithel, Gastroenterologe am Universitätsklinikum Erlangen. Diese Menschen bekommen nach dem Verzehr von laktosehaltigen Lebensmitteln Schmerzen. Werden die Symptome nicht abgeklärt, kann das unter den Betroffenen zu einer großen Verunsicherung führen. „Dieses ständige Unwohlsein beunruhigt verständlicherweise viele Patienten“, sagt Raithel. „Sie merken, dass etwas nicht stimmt und haben Angst, eine schwere Erkrankung zu haben.“ Manche Betroffene entwickeln sogar eine regelrechte Aversion gegen ganz normale Mahlzeiten, weil sie Angst vor erneuten Beschwerden haben.

Gezielte Diagnose entlastet die Psyche

Eine medizinische Abklärung kann verunsicherten Patienten schnell helfen. „Die Laktoseintoleranz ist eigentlich relativ leicht zu erkennen“, sagt Volker Schmiedel, Chefarzt der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik Kassel. Doch manche Ärzte finden die Ursache der Beschwerden nicht und machen stattdessen psychische Probleme für die Symptome verantwortlich, gibt Raithel zu Bedenken. Deshalb ist eine gezielte Diagnostik wichtig. „Ein banaler Atemtest bringt sofort Klarheit“, sagt Raithel. Doch statt darauf zurückzugreifen, würde bei viele Patienten zunächst eine Magen- und Darmspiegelungen durchgeführt, die jedoch bei einer Laktoseunverträglichkeit unauffällige Ergebnisse ergebe.

Es gibt Patienten, die laut Atemtest eigentlich keine Unverträglichkeit haben dürften, aber trotzdem Laktose nicht vertragen. Da hilft ein zusätzlicher Bluttest, um eine genaue Diagnose zu erstellen. Weiterlesen

Healthy Children: Childrens Nutrition

Children, you know, are difficult and demanding @clients@. Most healthy foods is not recommended, and satisfaction in their mouth. There are, however, many tricks to counter the bad habits and instil in them healthy habits. Cancer is a disease closely linked to food: eat right from an early age is the best investment for your health.

Food preferences and the habit of regular exercise are consolidated in the early years of life. Therefore it is very important to teach youngsters to eat properly and invite them to play sports in the right quantities. Weiterlesen

Depression: Area tegmentalis ventralis als Zentrum der Antriebslosigkeit

Palo Alto – Die Area tegmentalis ventralis, eine Region im Mittelhirn mit einer engen Beziehung zum Belohnungssystem des Gehirns, könnte für die Pathogenese der Depression von zentraler Bedeutung sein. Dies zeigen tierexperimentelle Studien in Nature 2012; doi:10.1038/nature11740). Die Area tegmentalis ventralis gehört zu den Regionen des Mesencephalons (Mittelhirns), in denen die Neuronen über den Neurotransmitter Dopamin miteinander kommunizieren. Weiterlesen

Suvorexant: Neues Mittel gegen Schlaflosigkeit

Freitag, 30. November 2012

Whitehouse Station/New Jersey – Die Blockade eines Neurotransmitters, der im Hypothalamus an der Weckreaktion beteiligt ist, kann bei Patienten die Schlafeffizienz verbessern. Dies zeigen Untersuchungen an Patienten mit primärer Insomnie in Neurology (2012, doi: 10.1212/WNL.0b013e31827688ee). Der Hersteller hat in den USA kürzlich die Zulassung als Schlafmittel beantragt. Weiterlesen

Psychopharmaka an Unis: Studenten schlucken häufiger Tabletten

Studenten klagen schon lange über Stress, Leistungsdruck, Zukunftsangst. Jetzt zeigt eine neue Auswertung: Studenten nehmen heute deutlich länger und häufiger Psychopharmaka als früher. Gleichaltrige Erwerbstätige greifen nicht so oft zu Tabletten.

Das Studium zerrt offenbar an den Nerven: Deutsche Studenten nehmen inzwischen deutlich länger Psychopharmaka als früher. Eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt: 2010 erhielt ein Student statistisch betrachtet 13,5 Tagesdosen. Das sind 55 Prozent mehr als im Jahr 2006, damals waren es 8,7 Tagesdosen, das teilte die Krankenkasse am Mittwoch mit. Weiterlesen

Fettsucht, Diabetes und Depression – So krank sind die Deutschen

Zwar sind heute mehr Deutsche sportlich aktiv als 1998 – trotzdem werden die Bundesbürger immer dicker und depressiver. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erste Ergebnisse seiner großen Gesundheitsstudie Degs vorgestellt.
 
Fast ein Viertel der deutschen Erwachsenen ist inzwischen stark übergewichtig – und das, obwohl immer mehr Sport treiben. Dieses bedrückende Bild fördert die erste große „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (Degs) seit dem Bundesgesundheitssurvey (BGS) 1998 zutage. Die ausführliche Auswertung der Degs-Daten von über 7000 Personen dauert noch bis 2013 an, doch auch die vorläufigen Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache.

Der Anteil Übergewichtiger stagniert seit Jahren auf sehr hohem Niveau: 67,1 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen sind zu dick. Was die krankhafter Fettsucht (Adipositas) betrifft, beobachteten die Degs-Forscher hingegen einen deutlichen Anstieg – unter den Männern um 4,4 Prozent auf 23,3 Prozentpunkte, unter den Frauen um 1,4 auf jetzt 23,9 Prozent. „Besorgniserregend ist, dass sich die Gruppe der Adipösen insbesondere im jungen Erwachsenenalter weiter vergrößert hat“, sagte Bärbel-Maria Kurth, die im RKI die Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung leitet. Entsprechend ist Diabetes auf dem Vormarsch: Insgesamt 7,2 Prozent leiden an der Zuckerkrankheit, zwei Prozent mehr als noch zum BGS 1998. Weiterlesen

Seasonal Affective Disorder Is Real And Treatable

No one actually wants to suffer from depression. Unfortunately, wanting is simply not enough to conquer it. Beating depression takes lots of hard work and effort. You may want to seek the advice of a qualified professional. The advice in this article will give you some ways to better manage your depression.

If you feel depressed, consider walking your dog. Studies have shown that those people who have a pet are less likely to be depressed than those who don’t. Walking the dog also exposes you to fresh air, which will further improve your condition. Enjoy some quality time with your pup, and you will start to feel a little better.Never try to self medicate with drugs in order to cope with your depression. It is common for many people to participate in unhealthy habits, like drinking, to make themselves feel better. Although you may feel better at first, this is only a temporary sensation that is nothing more than the result of the drug’s effects on your body.Participate in a social life that is positive. Bring a positive attitude to all of your contacts, whether they are social or work related. Show people that you’re engaging and interested in what they have to say, as this can go a long way. While you may not always be feeling the best, request that those close to you try to disregard your negativity or depressed demeanor. Have your friends help you to find positive ways to spend time and choose activities that make you feel good. Weiterlesen

Hormon: Testosteron – Testosteron als möglicher Biomarker der Gesundheit

Bonn/Mannheim – Männer mit niedrigen Testosteronwerten sind Studien zufolge besonders anfällig für Bluthochdruck oder Diabetes Typ 2. Hormone sind Botenstoffe, die nahezu an allen Regulationsvorgängen und Prozessen des Körpers beteiligt sind und zahlreiche Abläufe in unterschiedlichen Geweben und Organen steuern. Sowohl manifeste Stoffwechselerkrankungen als auch gesundheitliche Risikosituationen weisen häufig charakteristische Störungen der Hormonsekretion auf. Die Konzentrationsbestimmung von Hormonen im Blut und anderen Körperflüssigkeiten ist eine wichtige Grundlage bei der Diagnostik, Verlaufsbeurteilung und Therapie vieler Stoffwechselerkrankungen. Zu den am häufigsten untersuchten Hormonen zählt das Sexualhormon Testosteron, das bei Männern und Frauen vorkommt, sich aber in Konzentration und Wirkungsweise bei beiden Geschlechtern deutlich unterscheidet. Die vielfältigen biologischen Funktionen umfassen neben dem sexuellen Verlangen und Lustempfinden auch eine Beeinflussung des Protein- und Muskelstoffwechsels, den Knochenaufbau und die Fortpflanzung. Weiterlesen

Vorsorgevollmacht ersetzt Betreuer

Berlin (ots) – “Entmündigt – Wenn Betreuung zum Albtraum wird” war das Thema der ARD-Talksendung “Menschen bei Maischberger” am vergangenen Dienstag. “Seitdem steht unser Telefon nicht still” berichtet Michael Gutfried, Leiter des Zentralen Vorsorgeregisters bei der Bundesnotarkammer. Vielen Zuschauern ist durch die Sendung bewusst geworden, wie wichtig es ist, sich mit betreuungsrechtlichen Fragen auseinanderzusetzen. Jeder kann durch Unfall, Krankheit oder Alter in die Lage kommen, wichtige Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln zu können. Was passiert aber, wenn eigenverantwortliches Handeln nicht mehr möglich ist? Einer der größten Rechtsirrtümer scheint zu sein, dass der Ehegatte für seinen Partner handeln kann. Weiterlesen

Regresse und Co: Wann teure Therapien kein Problem sind

Immer wieder kommt es wegen teuerer Arzneien zu Konflikten zwischen Patienten, Kassen und Ärzten. Dabei müssen sich Kollegen in vielen Fällen gar keine Sorgen machen. Ein Fachanwalt erklärt die Hintergründe.

 

BERLIN. Gerade bei seltenen Erkrankungen sind Ärzte oft unsicher, ob die Kasse die Therapiekosten nun übernimmt oder nicht. Zumal sich die Kosten hier meist fern von jeder Bagatellgrenze bewegen. Weiterlesen