Darf man sich in die Trennung der anderen einmischen?

BRIGITTE: Warum bleiben zwei Menschen zusammen, die sich eigentlich besser trennen sollten?

Gisela Hötker-Ponath: Es gibt viele Gründe, die wir von außen nicht sehen: Der Leidensdruck ist noch nicht groß genug, auch wenn es so wirkt. Der Gewinn zu bleiben ist immer noch größer als der zu gehen. Oder man will es besser machen als die eigenen Eltern, die sich vielleicht getrennt hatten. Umgekehrt: Man bleibt trotz großer Probleme, weil einem das als Kind so vorgelebt wurde. Unbewusste Wiederholungsmuster machen es uns also schwer, neue Wege zu gehen. Außerdem sind da noch die Ängste. Wie werden die Kinder die Trennung verkraften? Halte ich es aus, allein zu leben? Und, was ich immer wieder besonders bei Frauen über 35 erlebe: Sie haben Angst, niemanden mehr zu finden, mit dem sie glücklich sein werden. Wir leben ja fast alle nach wie vor das romantische Modell, das erschwert die Vorstellung, dass es so etwas Einzigartiges noch einmal geben kann. Zu erkennen, dass Trennung auch Befreiung sein kann, das dauert eine ganze Weile.

Es gibt Paare, die sind eigentlich getrennt, leben aber weiterhin zusammen, um den Schein zu wahren oder – das betrifft besonders Frauen – den materiellen Wohlstand nicht zu verlieren. Kann das funktionieren?

Das ist auf die Dauer kein gesundes Leben. Die Möglichkeit, dass man dabei depressiv wird oder psychosomatische Erkrankungen erleidet, ist relativ hoch. Weil es keine selbstgewählte Lebensform ist – auch wenn man sich das vielleicht einredet – sondern nur eine erduldete. Da treten dann beispielsweise Kopfschmerzen und Essstörungen auf, meistens als ein “Zu-viel-Essen”. Und eine depressive Entwicklung führt dazu, dass sich jemand noch schlechter trennen kann, es fehlt ihm an Initiative, Mut und Selbstvertrauen, zu gehen.

Gisela Hötker-Ponath

… ist Paar- und Familientherapeutin und Lebensberaterin in Eichenau in Bayern. Sie ist Autorin des Buchs “Trennung ohne Rosenkrieg” (176 S., 17,95 Euro, Klett-Cotta)

Darf ich mich als Außenstehende in die Beziehung von Freunden einmischen?

Ja, aber es ist eine Frage des Wie. Wenn ich die Position einnehme “Du musst dich trennen”, entsteht im anderen automatisch ein “Ja, aber”. Ich dränge den anderen unwillkürlich dazu, die andere Seite, die des Bleibens, zu übernehmen. Dazu kommt, dass es von außen nicht nur schwierig, sondern auch vermessen ist zu erkennen, ob jetzt gerade wirklich der richtige Zeitpunkt der Trennung ist.

Wie formuliere ich meine Meinung dann also am besten?

Erstens: keine Ratschläge erteilen, wenn sie nicht erfragt werden. Man kann ja erst einmal die Frage stellen: Möchtest du reden, hast du Lust? Das machen wir zu selten. Wir gehen zu oft direkt in dieses Thema, weil es uns selbst bewegt. Wir haben auch ganz klar ein egoistisches Bedürfnis, darüber zu reden. Denn jeder, der in einer Beziehung lebt, hat doch selbst schon mal Trennungsambivalenzen gehabt, will es aber eigentlich nicht wahrhaben und arbeitet an den Themen des anderen dann seine eigene Angst und Problematik mit ab.

Und zweitens?

Zweitens sollte man die Trennung nicht als ultimative Lösung ansprechen, sondern eher “Angenommen, es wäre so”-Fragen stellen. Damit lässt man dem anderen Spielraum, zeigt, dass man weitere Möglichkeiten mitdenkt, und man hilft ihm gleichzeitig, ein Bild von der Zukunft zu entwickeln. Also Fragen wie: Angenommen, du würdest dich trennen, wie würde dein Leben weitergehen? Kennst du Frauen, die sich getrennt haben? Was siehst du positiv bei denen? Wovor hättest du Angst? Oder: Angenommen, du würdest bleiben, wie sähe dein Leben in fünf Jahren aus? Ich kann mich auch vorbereiten, indem ich überlege: Wie würde es mir in so einer Situation gehen? Wie könnte meine Freundin mich ermutigen, darüber zu sprechen?

Ist die engste Freundin die beste Gesprächspartnerin für so eine Situation?

Nicht immer. Sie kann zu nah dran sein und sich mit der Freundin identifizieren. Sie möchte nicht, dass es ihr schlecht geht, und geht damit zu sehr auf eine Seite. Das ist für die Freundin nicht wirklich hilfreich, um zu einer eigenen Entscheidung zu kommen. Natürlich sollte sie mit ihrer Freundin sprechen, aber auch mit der Idee, der Freundin vorzuschlagen, sich woanders Hilfe zu holen, z. B. bei einer Beratungsstelle oder Therapeutin. Denn wenn in einer Freundschaft über einen längeren Zeitraum nur noch über Trennung und Zweifel gesprochen wird, belastet das die Freundschaft.

Ist Schweigen die bessere Lösung, um die Freundschaft nicht zu gefährden?

Schweigen sagt eher etwas über uns selbst aus. Vielleicht schweigen wir, weil wir fürchten, in so einem Gespräch könnte bei uns selber etwas hochgehen an Unzufriedenheit in der eigenen Beziehung. Wir haben Angst, dass wir bei uns und unserer Partnerschaft plötzlich auch klarer hinsehen müssen.

Ich habe der Freundin gesagt, sie sollte sich besser von diesem Mann trennen, aber die beiden bleiben schließlich doch zusammen. Was bedeutet das für unsere Freundschaft?

Damit sollte man offen umgehen, indem man sagt: Ich dachte wirklich, es wäre vorbei mit euch, jetzt habt ihr euch anders entschieden, ich habe mich also getäuscht. Vielleicht habt ihr euch auch getäuscht – sehen wir, wie’s weitergeht.

Damit deute ich doch aber an, dass ich an einen Erfolg nicht glaube.

Damit bleiben Sie authentisch. Und Ihre Zweifel sind berechtigt. Es gibt viele Menschen, die brauchen einige Runden, um sich zu trennen. Man könnte sagen, das sind Menschen, die nehmen es wirklich ernst miteinander und dem Versuch, die Beziehung zu retten. Oder es sind Abhängigkeitsspiralen, das bedeutet, sie haben große Probleme, sich zu lösen. Viele Frauen geben sich oft auch selbst die Schuld am Scheitern. Deswegen gibt es auch die vielen Versuche, es doch noch einmal hinzubekommen.

Reagieren Männer eigentlich anders auf schwierige Paare?

Das sieht man in dem einen Fall, in dem die Frau von ihrem Mann während des Abendessens massiv abgewertet wird. Ein Mann hätte da gesagt: “Hey, wie redest du mit deiner Frau?” Er macht sich nicht wie die Freundin Gedanken über den Beziehungskonflikt, sondern über das direkt sichtbare Symptom, die abfälligen Sätze. Meine Erfahrung ist: Männer beschäftigen sich auf längere Sicht weniger mit dem Großen und Ganzen einer Beziehung. Männer reagieren eher punktuell.

 

Originalbeitrag:

www.brigitte.de/liebe/beziehung/

Was hilft Schwangeren gegen die Allergie?

Rote Augen, laufende Nase – jetzt fliegen die Pollen wieder. Dürfen Schwangere etwas gegen Heuschnupfen nehmen? Was hilft Asthmatikerinnen oder Neurodermitikerinnen während der Schwangerschaft? Einige Antworten.

Viele Allergikerinnen stehen während der Schwangerschaft vor der Frage: Darf ich jetzt überhaupt noch Medikamente einnehmen, um die Beschwerden zu lindern? Und wenn ja, welche? Vor allem Frauen, die unter allergischem Asthma leiden, sind häufig verunsichert. Doch auch ein vermeintlich harmloser Heuschnupfen sollte während der Schwangerschaft weiter behandelt werden. Nur wie? Hier haben wir einige wichtige Fragen zusammengestellt:

 

Wie kann man Heuschnupfen in der Schwangerschaft behandeln?

Wenn die Beschwerden nur leicht sind, genügt es manchmal schon, die Pollen zu reduzieren. Professor Arthur Helbling, Leitender Arzt der Allergologisch Immunologischen Poliklinik des Inselspitals Bern, empfiehlt dazu, mit geschlossenen Fenstern Auto zu fahren, sich vor dem Schlafengehen die Haare zu waschen und nicht bei offenem Fenster zu schlafen.

 

Was ist mit Nasenspray und Augentropfen?

“Unbedenklich sind Nasentropfen mit Kochsalzlösung”, sagt Professor Helbling. Bei stärkeren Beschwerden in Augen und Nase könne man aber auch in der Schwangerschaft frei verkäufliche Antihistaminika anwenden. Sie wirken nur auf einen sehr kleinen Bereich der Schleimhaut – “Schäden beim Ungeborenen sind bis heute nicht beobachtet worden”, so der Berner Experte. Das gleiche gilt für minimal dosierte Cortisonsprays und solche, die Cromoglicinsäure enthalten.

 

Und wenn das alles nicht mehr hilft?

“Dann sollte die Frau zu einem Allergologen gehen und sich ein Mittel zum Einnehmen verschreiben lassen”, rät Arthur Helbling. Natürlich darf kein Arzt schwangeren Frauen leichtfertig Medikamente geben. “Aber ein unbehandelter allergischer Schnupfen ist kein Wehwehchen, bei dem man einfach abwarten sollte.”

Vor allem bei allergischem Asthma ist es wichtig, die Krankheit unter Kontrolle zu halten – darauf weist auch Professor Schultze-Werninghaus, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI) im neuen “Ratgeber aus Ihrer Apotheke”. Denn Asthmanafälle führen unter Umständen zu Komplikationen während der Schwangerschaft. Außerdem könnte das Wachstum des Kindes beeinträchtigt werden. Also bitte nicht auf die eigene Faust notwendige Medikamente absetzen!

Wenn Sie unter allergischem Asthma leiden, sollten Sie sich zur Sicherheit mit Ihrem Frauenarzt besprechen und regelmäßig zur Kontrolle gehen. Der Gynäkologe kann Ihnen auch sagen, wie Sie sich richtig verhalten, wenn ein Anfall droht.

 

Link zur Homepage:

http://www.eltern.de/schwangerschaft/

Schönheitschirurgie: “Wir sollten die Mimik lahmlegen”

Als mein Sohn drei Jahre alt war, malte er stets zwei waagerechte Striche in seine Kopfmännchen. Eine Bekannte guckte sich damals seine Frühwerke an und sagte: “Wie lustig, das sind sicher deine beiden Falten auf der Stirn, die sind ja bei dir sehr ausgeprägt.”

Ich fand es gar nicht mal so wahnsinnig komisch, aber mit Anfang 30 warf es mich nicht aus der Bahn. Mit den Jahren merkte ich nur, dass ich zunehmend aggressiver wurde, wenn eine Yogalehrerin mal wieder sanft ansagte: “Entspannt eure Stirn, weiche Stirn!” Meine Stirn ist so weich, da kann man nicht mal ein Fünf-Minuten-Ei dran zerdeppern, ich bin so relaxt, dass ich manchmal mitten am Tag einschlafe, aber meine Denkerstirn bleibt davon völlig unbeeindruckt.

Mit Spritze zum ewigen Lächeln

Früher glaubte ich, dass die Frauen, die ich kenne, niemals eine Spritze an ihr Gesicht lassen würden. Dann gestand die Erste, dass sie vorhabe, sich “Happy Face” machen zu lassen, eine Methode, die ihre Mundwinkel mithilfe von Hyaluronsäure irgendwie anheben sollten. Damit würde man immer glücklich aussehen. Sie zog mit beiden Zeigefingern ihre Mundwinkel hoch, um das Ergebnis für mich zu simulieren. Sie sah aus wie Chucky die Mörderpuppe. Ich schlug naiv vor: “Aber vielleicht reicht es ja auch, wenn du öfter mal lachst.”

Wenig später erzählte eine andere, dass sie in der Mittagspause kurz beim Hautarzt gewesen war und es ja echt nur gaaanz minimal sei, und zum Beweis, dass man mit Botox nicht zwangsläufig wie Carla Bruni aussehen müsse, kräuselte sie ihre Stirn. Es funktionierte noch, und vor allem sah sie fantastisch aus. Besser als sonst, eigentlich doch nur so, als sei sie gerade aus dem Urlaub gekommen. Ich hingegen hatte tatsächlich grad drei Wochen Apulien hinter mir und sah aus wie ein braun gebranntes Wrack.

“Haben Sie Stirnfältchen?”

Um zu begreifen, dass die Würde des Menschen antastbar ist, muss man nicht weit gehen. Es reicht vollkommen aus, einen unverbindlichen Beratungstermin in einer Schönheitsklinik zu vereinbaren. Die Empfangsdame am Telefon fragt freundlich: “Haben Sie Stirnfältchen?” Ich antworte: “Äh, ja, das könnte man so nennen.”

Sie: “Okay, dann sollten wir vorsichtig die Mimik lahmlegen!”

In Wahrheit habe ich keine Fältchen, sondern seit ich denken kann zwei horizontale Krater auf der Stirn, die auch dann sichtbar sind, wenn ich in meinem Inneren weder kritisch noch böse, sondern ausgeschlafen und glücklich bin. Das sei genau das Problem, sagt der Doktor mit doppeltem Doktortitel im weißen Kittel, nachdem er mich herzlich und ohne eine Miene zu verziehen begrüßt hat.

Wir sitzen uns gegenüber, nur sein überdimensionaler Schreibtisch trennt uns, als er schließlich fragt: “Was stört Sie denn an Ihrem Gesicht?” Ich überlege eine Weile. Er hat es wohl eilig und unterbricht mein Schweigen: “Soll ich Ihnen mal sagen, was mich stört?”

“Ihre Stirn stört mich!”

“Äh ja?!” “Ihre Stirn, die stört mich!” Er sagt es fast wütend. Es sei nun mal leider so, dass der erste Eindruck zähle. Ich wende ein: “Ja, meine Mimik, das war schon immer so …” Er unterbricht mich gereizt: “Sehen Sie, jetzt, wenn Sie sprechen, wird es noch deutlicher!” Unglücklicherweise habe man in Studien herausgefunden, dass der Blick des Gegenübers immer von oben nach unten wandert, man bliebe also sofort da oben an meinem Raffrollo hängen. Und dann habe man keine Chance mehr. “Wenn Sie also auch mal so eine spiegelglatte Stirn haben möchten wie ich und 350 deutsche Euros übrig haben, mache ich das gerne mit Ihnen zusammen.”

Nein, sonst habe er nichts weiter an mir auszusetzen, aber er versichert mir, dass ich mit 90-prozentiger Sicherheit zu den 90 Prozent der Frauen gehören werde, die immer wieder zu ihm kommen. Vielleicht habe ich die Prozentzahlen aber auch im Nachhinein etwas durcheinandergebracht. Mit tausendprozentiger Sicherheit kann ich allerdings sagen: Selbst wenn dieser Mann der letzte auf der Welt mit einem kleinen Botoxvorrat in seinem Keller wäre, würde ich mir lieber ein Bein abhacken lassen, als mein hübsches Gesichtchen in seine Hände zu legen. Als er die Zweifel auf meiner Stirn geschrieben sieht, fügt er zum Abschied hinzu: “Frau Kaloff, Botox ist keine Reise zum Mond!” Ja, die dauert sicher auch länger: Exakt nach acht Minuten stehe ich wieder auf der Straße.

Das ist doch unlauterer Wettbewerb

Der lateinische Begriff Dignitas bedeutet Würde und bezeichnet die Eigenschaft, eine einzigartige Seinsbestimmung zu besitzen, die jeden Menschen von allen anderen Menschen unterscheidet. Seit es die Möglichkeit gibt, seine Seinsbestimmung optisch lahmzulegen, unterschieden sich die Menschen zumindest äußerlich nicht mehr ganz so drastisch. Irgendwann fiel mir auf, dass die Frauen in meinem Alter kaum mehr so aussehen wie Frauen in meinem Alter. Das ist unlauterer Wettbewerb, keine Mittvierzigerin trägt doch eine fette Hip-Hop-Kette um den Hals, die sagt: Ich sehe besser aus als Susanne Kaloff, weil ich eine Portion Nervengift in meiner Visage habe.

Meinen zweiten Termin habe ich deshalb bei einer Dermatologin. Sie trägt auch Doktortitel und Kittel, aber ihre Augen lachen. Ich spreche sie auf Hyaluron an, den naturidentischen Wirkstoff, der mich weniger ängstigt als Botulinumtoxin Serotyp A. Mit diesen Hyaluronfillern kann man Volumenverlust, Nasolabial- bis Plisseefalten auffüllen. Die schlechte Nachricht sei allerdings, dass man es für die Stirnregion nicht gerne verwendet, weil es sich durch starke Mimik, die ja dann noch astrein funktioniert, zu leicht wegmassiert. Wegmassiert? “Na ja, es kann passieren, dass sich das Gel unter der Haut verschiebt und sich auch die Falten verschieben.”

Übersetzung: Ich hätte dann unter Umständen vier statt zwei Striche unterm Pony. Aber an meiner Nasolabialfalte könne man prima was mit einer homöopathischen Dosis Filler machen. Als ich einwende, dass ja die linke Falte tiefer ist als die rechte, sagt sie: “Die Natur ist asymmetrisch.” Ich könnte sie dafür küssen.

Würde ich mich selbst im Stich lassen?

Im Fahrstuhl nach unten fällt mir ein Zitat von Lauren Bacall ein: “I think your whole life shows in your face and you should be proud of that.” Man hat ja immer die freie Wahl zwischen Selbstachtung und Selbstverwerfung, es bringt einem keine Schönheit ein, hart mit seinem Spiegelbild ins Gericht zu gehen, und ich glaube auch nach wie vor, dass Schönheit durch Ausgeglichenheit und den liebevollen Blick auf sich selbst entsteht. Aber wäre dieser Blick womöglich noch gütiger, wenn man seine Fassade subtil manipuliert hat? Oder ist es Hochverrat an sich selbst? Meine größte Angst ist nicht, dass Botox nun mal unumstritten ein Gift ist, sondern, dass ich mich selbst im Stich lassen würde. Zu viel Tiefe verträgt sich wohl nicht so gut mit einer glatten Oberfläche.

Die philosophische Schrift “Über Anmut und Würde” von Friedrich Schiller erschien 1793. Schiller beschreibt darin, wie sich die geheimsten Rührungen der Seele auf der Außenseite des Körpers offenbarten. Im Wartezimmer einer weiteren Beautyklinik finde ich eine Abbildung zweier Frauen, die eine zeigt ein V-förmiges Gesicht, die andere ein A-förmiges. Beim V weise die Gesichtskontur nach oben, ein Zeichen für Jugend. Beim A deutlich nach unten.

Was bei diesem Vergleich ignoriert wird, ist die sehr offensichtliche Tatsache, dass die Dame mit dem abgesackten A eine Seniorin ist und nach einem langen Leben voll geheimster Rührungen doch wohl das Recht hat, nicht mehr wie ein euroasiatischer Twen mit Mandelaugen aussehen zu müssen.

Plötzlich bin ich doch beim Botox

Der renommierte Arzt erzählt zur Begrüßung, dass er gerade frisch aus dem Urlaub kommt, ich denke im Stillen: Alter, die Art von Urlaub kenne ich, das Traumland fängt mit B an und endet mit X. Dann rollt er seine beeindruckende Vita vor mir aus und fragt, wie viel ich als Teenager, wie viel in der Schwangerschaft wog, ob ich rauche, was ich arbeite und warum ich hier bin. Ich sage: “Auf keinen Fall will ich Botox!” Er lacht. Und nimmt sich Zeit, viel Zeit, wir plaudern und lachen zusammen, er ist weder arrogant noch sieht er so gefroren aus wie Mickey Rourke. Und dann passiert etwas Unerwartetes: Ich vertraue ihm immer mehr, wie ein Rehkitz, dem man ein paar Bröckchen ausgestreut hat.

Ohne es zu merken, sind wir plötzlich doch beim Botox, mit einer Minidosis für 100 Euro könne er meine Stirn sanft entspannen, das würde mir sicher guttun, weil es doch auch ermüdend ist, immer so alarmiert zu gucken. Er legt seine braune Stirn in Falten und sagt: “Ich habe das auch drin!” Ich müsse ihm nur vertrauen, wie das seine Patienten, unzählige Promis, ja selbst Grünen-Politiker seit vielen Jahren tun.

Als ich seine Praxis nach einer Dreiviertelstunde rotbackig verlasse, bin ich sicher, dass ich das einfach mal ausprobieren werde, ist doch kein großes Ding, Mensch, das machen doch alle, du kleiner faltiger Angsthase. Den Rest des Tages straffe ich mein Gesicht mit einer Hand, mit der anderen versuche ich ein Handyfoto zu machen.

Viel Schatten, viel Licht

Beim Einschlafen fallen mir seine Worte wieder ein: “Die Schatten um Ihre Mundwinkel sind schon recht tief, das wird mit der Zeit immer deutlicher werden, da sollten Sie auch drüber nachdenken.” Und später könne man dann auch noch mal über mehr Volumen in den Wangen sprechen, aber das habe noch Zeit.

Keine Ahnung, was in der darauffolgenden Nacht genau passiert ist, aber als es hell wurde, bin ich aufgewacht. Ich habe mich vor den Spiegel gestellt, mir fest in die Augen geblickt, mein Gesicht in beide Hände genommen und laut gesagt: Wo viel Schatten ist, ist auch immer ganz viel Licht.

 

Zuerst veröffentlicht auf:

http://www.welt.de/lifestyle/article119092404/Wir-sollten-die-Mimik-lahmlegen.html

Laktoseintoleranz – Wenn Milch krank macht

Milch, Joghurt, Käse gehören zu den Grundnahrungsmitteln. Jeder Siebte in Deutschland leidet allerdings an einer Laktoseintoleranz und bekommt durch Milchprodukte Blähungen oder Durchfall.
 
Milch ist das erste Nahrungsmittel von Säugetieren inklusive dem Menschen. Sie gilt als eines der wertvollsten Bestandteile unserer Ernährung. Bauern sind stolz auf eine bsonders hohe Leistung ihrer Milchkühe. Konsumenten schätzen die schmackhaften Produkte aus dem Rohstoff Milch: Butter, Joghurt, Käse. Diese Wertschätzung kommt an jedem 1. Juni in 30 Ländern der Erde zum Ausdruck, am Internationalen Tag der Milch.

Doch nicht jeder teilt die Begeisterung über das weiße Wunder der Natur. Ihnen bereiten Milch und Milchprodukte heftige Verdauungsbeschwerden. Jeder Siebte in Deutschland verträgt keine Milch, leidet an einer Laktoseintoleranz. Weiterlesen

Beschluss: Das bringt das neue Patientenrechtegesetz

Berlin – Patienten in Deutschland sollen künftig mehr Rechte gegenüber ihren Ärzten und Krankenkassen bekommen. Am Donnerstagabend verabschiedete der Bundestag mit den Stimmen der schwarz-gelben Koalition das Patientenrechtegesetz.

Während die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) das neue Gesetz als Durchbruch feierte und sagte, damit werde das Informationsgefälle zwischen Ärzten und Patienten “endlich ausgeglichen”, kritisierte die Opposition das neue Gesetz als völlig unzureichend und sprach von einem “Ärzteschutzprogramm”. Weiterlesen

Abnehmen – Selbst Salat kann dick machen

 
Wer meint, mit Salat und Gemüse garantiert abzunehmen, irrt sich. Die grüne Mahlzeit kann zur Kalorienfalle werden, manche Salate haben dank Dressing und Toppings so viele Kalorien wie ein Steak mit Kartoffeln.
 
Wer ausschließlich Salat und Gemüse isst, nimmt automatisch ab. „Das stimmt“, bestätigt Sabine Schulz vom Institut für Ernährungswissenschaft an der Uni Giessen. „Allerdings kommt es auf das Dressing und die Beilagen an.“ Dann ergibt sich nämlich für die vermeintlichen Schlankmacher eine ganz andere Energiebilanz. Mittags einen Ceasar‘s Salad mit reichlich Parmesan und Croutons, abends ein Salatteller mit paniertem und frittiertem Hühnerfleisch oder üppigen Schinkenstreifen, angemacht mit cremigem Joghurt-Mayonnaise-Dressing: Jeder dieser Mischsalate liefert auf diese Weise bis zu 700 Kilokalorien – vergleichbar ist das von der Energiemenge durchaus mit einem Steak und Kartoffeln.

„Vor allem die Toppings, also Käse, Schinkenstreifen, frittiertes Fleisch, Wurst liefern viele Kalorien“, warnt Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Auch Beilagen wie beispielsweise Sauce Hollandaise zum Schlankmacher Spargel ist mit über 500 Kilokalorien pro 100 Gramm eine echte Kalorienbombe. Weiterlesen

Regierung setzt EU-Richtlinie um – Patienten können Nebenwirkungen bei Behörden melden

Für Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt oder Apotheker – und jetzt auch andere Patienten: Erfahrungen mit Medizinprodukten können in Deutschland künftig direkt bei den zuständigen Behörden gemeldet und im Internet beschrieben werden.
Patienten in Deutschland können künftig Nebenwirkungen von Medikamenten oder Medizinprodukten direkt bei den zuständigen Behörden in Deutschland melden. Nach einem Bericht der „Bild“ vom Freitag setzt die Bundesregierung damit eine EU-Richtlinie um.

Demnach können Patienten, die nach der Einnahme von Medikamenten Nebenwirkungen oder Fehler in Medizinprodukten (z.B. defekte Hüftgelenke) feststellen, dies direkt beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte melden. Das Paul-Ehrlich-Institut hat dafür außerdem eine Internetseite freigeschaltet (https://humanweb.pei.de), auf der Patienten online Nebenwirkungen berichten können. Weiterlesen

Cannabis macht Schmerzen (nicht immer) erträglicher

Oxford – Im Gegensatz zu Opiaten kann THC, der psychoaktive Bestandteil der Canna­bis-Droge, den Schmerz nicht wirklich abstellen. Er wird von den Konsumenten nur als weniger störend empfunden. Hirnforscher zeigen in Pain (2012; doi: 10.1016/j.pain­.2012.09.017) auch, warum THC diese Wirkung nicht bei allen Patienten erzielt.

Schon die Verteilung der Cannabinoid-Rezeptoren, den Andockstellen für endogene Cannabinoide und Tetrahydrocannabinol (THC) im Gehirn deutet darauf hin, dass THC kein echter Schmerzblocker ist. Cannabinoid-Rezeptoren gibt es vor allem im Frontalhirn und im limbischen System, in denen die affektiven Qualitäten des Schmerzes bewertet werden. Dies zeigen auch die Experimente, die Michael Lee von der Universität Oxford und Mitarbeiter an zwölf Probanden durchgeführt haben. Weiterlesen

Er prangerte Schwarzgeldgeschäfte an – Psychiater sehen Gustl Mollath sehr unterschiedlich

 
Im Fall des Psychiatriepatienten Gustl Mollath widersprechen sich nach FOCUS-Informationen die Gutachten: Schon zwei Psychiater stuften ihn als nicht gemeingefährlich ein. Horst Seehofer mahnte, den Fall schnell zu überprüfen.
Der Garmischer Psychiater Friedrich Weinberger diagnostizierte bei dem 56-jährigen Mollath nach FOCUS-Informationen lediglich eine „reaktive Depression“. Der Straubinger Gutachter Hans Simmerl attestierte dem Nürnberger „eine auffällige Grundpersönlichkeit mit fanatisch-querulatorischen Zügen“. Beide halten ihn nicht für gemeingefährlich. Mollath sitzt seit fast sieben Jahrenin der forensischen Abteilung der Psychiatrie, weil er seine Frau misshandelt und Reifen zerstochen haben soll.

Das Unterbringungsgutachten hatte ihm ein „paranoides Gedankensystem“ bescheinigt und ihn als allgemeingefährlich eingestuft. Auch mehrere andere Gutachter schrieben Mollath diese Eigenschaft inzwischen zu. Gefährdet seien demnach nicht nur seine Ex-Frau, eine Vermögensverwalterin der früheren Hypo-Bank, und ihre Geschäftspartner, sondern auch „beliebige weitere Personen“. Mollath hatte die „größte Schwarzgeldverschiebung in die Schweiz“ angeprangert. Er ist der Meinung, deshalb „weggesperrt“ worden zu sein. Weiterlesen

Wellnesstrend Floating

Floating ist zwar keine absolute Neuerfindung, erfreut sich aber gerade im Winter und generell bei Stress oder muskulären Problemen größter Beliebtheit. Durch den hohen Salzgehalt des Wassers werden sämtliche Muskeln völlig entspannt und Schmerzen können effektiv gelindert werden. Floating ist also ein wahres Multitalent – alle Infos dazu hier!

Was ist Floating?

Floating (schweben, gleiten) wurde bereits in den 1950er Jahren in Amerika entwickelt. Ursprünglich, um die Reaktionen des Hirns auf völlige Schwerelosigkeit und Stille zu beobachten. Weiterlesen

Konferenz in Wien – Personalisierte Medizin: Das Genom ist der Schlüssel

Ausgehend von der Erkenntnis “jeder Mensch ist einzigartig” lassen sich Krankheitsabläufe besser verstehen und effizientere Therapien entwickeln – Nachbericht zur “PerMe”-Konferenz

Mehr als 100 Mediziner nahmen von 31. August bis 1. September im Wiener AKH an der ersten Zentraleuropäischen Konferenz über Personalisierte Medizin, “PerMe”, teil. Die neue Kongressreihe stellt Therapien vor, die in der Personalisierten Medizin etabliert sind, und gibt eine Vorschau auf eine mögliche Weiterentwicklung  in den nächsten zehn Jahren. Weiterlesen

Thrombosen: Gefährliche Blutgerinnsel

So entsteht eine Thrombose:

Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel, das sich meistens in den Venen bildet, aber auch in Arterien entstehen kann. Zunächst lagern sich Blutplättchen, die sogenannten Thrombozyten, zusammen. Dadurch wird die Gerinnungskaskade ausgelöst, bei der verschiedene Faktoren im Blut ausgeschüttet werden und ein Netz bilden. Darin verfangen sich weitere Blutkörperchen – das Blutgefäß verengt sich oder verstopft. Weiterlesen

Übergewicht: Rezeptfreie Abnehmpille mit Wechselwirkungen

Chemisch blau sind die Kapseln, die Übergewichtige schneller abnehmen lassen sollen: Mit Hilfe des Wirkstoffs, der die Fettaufnahme im Darm hemmt, könnten Abnehmwillige eine Diät unterstützen, werben Hersteller.

Gedacht ist Orlistat für Menschen, die deutlich zu dick sind: Wer einen Body-Mass-Index (BMI) von über 30 erreicht, der kann die Pillen schlucken. Mittlerweile gibt es Orlistat in der Apotheke sogar ohne Rezept. Dabei gibt es schon seit Jahren Bedenken, wie sicher das Arzneimittel ist: Die europäische Zulassungsbehörde EMA untersucht seltene, aber schwere Nebenwirkungen, die Orlistat in der Leber auslösen kann – bis hin zum tödlichen Leberversagen. Weiterlesen

MEMPHIS – (May 29, 2012) /PRNewswire/ — To speed progress against cancer and other diseases, the St. Jude Children’s Research Hospital – Washington University Pediatric Cancer Genome Project today announced the largest-ever release of comprehensive human

Source: prnewswire.com

MEMPHIS – (May 29, 2012) /PRNewswire/ — To speed progress against cancer and other diseases, the St. Jude Children’s Research Hospital – Washington University Pediatric Cancer Genome Project today announced the largest-ever release of comprehensive human cancer genome data for free access by the global scientific community. The amount of information released more than doubles the volume of high-coverage, whole genome data currently available from all human genome sources combined. This information is valuable not just to cancer researchers, but also to scientists studying almost any disease. Weiterlesen

Laktoseunverträglichkeit – Wenn Milchprodukte auf den Magen schlagen

Fast 20 Prozent der Deutschen klagen nach dem Verzehr von Milchshakes, Sahnetorte oder Käsebrötchen über Bauchschmerzen und Schlappheit. Doch oft werden die Beschwerden nicht ernst genommen.

Viele Menschen reagieren auf Milch und Co. mit Übelkeit, Durchfall und Müdigkeit – und das ist kein Wunder. Denn genetisch war es ursprünglich nicht vorgesehen, dass Erwachsene Milch trinken. Mit dem Abstillen verloren unsere Vorfahren die Fähigkeit, den enthaltenen Milchzucker, die Laktose, im Darm zu spalten und Milch zu verdauen. Erst mit der Einführung der Viehwirtschaft in Europa entwickelten die Menschen durch Mutation ein Gen, das die Produktion von Laktase, einem Enzym zur Laktosespaltung, im Darm von Erwachsenen möglich machte.

Weit verbreitete Nahrungsmittelunverträglichkeit

Noch heute verfügt nicht jeder Mensch über dieses Gen. In Südostasien fehlt demnach 98 Prozent der Bevölkerung das Enzym Laktase, in Südamerika 70 Prozent. „In Deutschland haben 15-20 Prozent eine Unverträglichkeit von Milchzucker“, sagt Martin Raithel, Gastroenterologe am Universitätsklinikum Erlangen. Diese Menschen bekommen nach dem Verzehr von laktosehaltigen Lebensmitteln Schmerzen. Werden die Symptome nicht abgeklärt, kann das unter den Betroffenen zu einer großen Verunsicherung führen. „Dieses ständige Unwohlsein beunruhigt verständlicherweise viele Patienten“, sagt Raithel. „Sie merken, dass etwas nicht stimmt und haben Angst, eine schwere Erkrankung zu haben.“ Manche Betroffene entwickeln sogar eine regelrechte Aversion gegen ganz normale Mahlzeiten, weil sie Angst vor erneuten Beschwerden haben.

Gezielte Diagnose entlastet die Psyche

Eine medizinische Abklärung kann verunsicherten Patienten schnell helfen. „Die Laktoseintoleranz ist eigentlich relativ leicht zu erkennen“, sagt Volker Schmiedel, Chefarzt der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik Kassel. Doch manche Ärzte finden die Ursache der Beschwerden nicht und machen stattdessen psychische Probleme für die Symptome verantwortlich, gibt Raithel zu Bedenken. Deshalb ist eine gezielte Diagnostik wichtig. „Ein banaler Atemtest bringt sofort Klarheit“, sagt Raithel. Doch statt darauf zurückzugreifen, würde bei viele Patienten zunächst eine Magen- und Darmspiegelungen durchgeführt, die jedoch bei einer Laktoseunverträglichkeit unauffällige Ergebnisse ergebe.

Es gibt Patienten, die laut Atemtest eigentlich keine Unverträglichkeit haben dürften, aber trotzdem Laktose nicht vertragen. Da hilft ein zusätzlicher Bluttest, um eine genaue Diagnose zu erstellen. Weiterlesen

Healthy Children: Childrens Nutrition

Children, you know, are difficult and demanding @clients@. Most healthy foods is not recommended, and satisfaction in their mouth. There are, however, many tricks to counter the bad habits and instil in them healthy habits. Cancer is a disease closely linked to food: eat right from an early age is the best investment for your health.

Food preferences and the habit of regular exercise are consolidated in the early years of life. Therefore it is very important to teach youngsters to eat properly and invite them to play sports in the right quantities. Weiterlesen

Depression: Area tegmentalis ventralis als Zentrum der Antriebslosigkeit

Palo Alto – Die Area tegmentalis ventralis, eine Region im Mittelhirn mit einer engen Beziehung zum Belohnungssystem des Gehirns, könnte für die Pathogenese der Depression von zentraler Bedeutung sein. Dies zeigen tierexperimentelle Studien in Nature 2012; doi:10.1038/nature11740). Die Area tegmentalis ventralis gehört zu den Regionen des Mesencephalons (Mittelhirns), in denen die Neuronen über den Neurotransmitter Dopamin miteinander kommunizieren. Weiterlesen

Suvorexant: Neues Mittel gegen Schlaflosigkeit

Freitag, 30. November 2012

Whitehouse Station/New Jersey – Die Blockade eines Neurotransmitters, der im Hypothalamus an der Weckreaktion beteiligt ist, kann bei Patienten die Schlafeffizienz verbessern. Dies zeigen Untersuchungen an Patienten mit primärer Insomnie in Neurology (2012, doi: 10.1212/WNL.0b013e31827688ee). Der Hersteller hat in den USA kürzlich die Zulassung als Schlafmittel beantragt. Weiterlesen

Psychopharmaka an Unis: Studenten schlucken häufiger Tabletten

Studenten klagen schon lange über Stress, Leistungsdruck, Zukunftsangst. Jetzt zeigt eine neue Auswertung: Studenten nehmen heute deutlich länger und häufiger Psychopharmaka als früher. Gleichaltrige Erwerbstätige greifen nicht so oft zu Tabletten.

Das Studium zerrt offenbar an den Nerven: Deutsche Studenten nehmen inzwischen deutlich länger Psychopharmaka als früher. Eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt: 2010 erhielt ein Student statistisch betrachtet 13,5 Tagesdosen. Das sind 55 Prozent mehr als im Jahr 2006, damals waren es 8,7 Tagesdosen, das teilte die Krankenkasse am Mittwoch mit. Weiterlesen

Fettsucht, Diabetes und Depression – So krank sind die Deutschen

Zwar sind heute mehr Deutsche sportlich aktiv als 1998 – trotzdem werden die Bundesbürger immer dicker und depressiver. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erste Ergebnisse seiner großen Gesundheitsstudie Degs vorgestellt.
 
Fast ein Viertel der deutschen Erwachsenen ist inzwischen stark übergewichtig – und das, obwohl immer mehr Sport treiben. Dieses bedrückende Bild fördert die erste große „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (Degs) seit dem Bundesgesundheitssurvey (BGS) 1998 zutage. Die ausführliche Auswertung der Degs-Daten von über 7000 Personen dauert noch bis 2013 an, doch auch die vorläufigen Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache.

Der Anteil Übergewichtiger stagniert seit Jahren auf sehr hohem Niveau: 67,1 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen sind zu dick. Was die krankhafter Fettsucht (Adipositas) betrifft, beobachteten die Degs-Forscher hingegen einen deutlichen Anstieg – unter den Männern um 4,4 Prozent auf 23,3 Prozentpunkte, unter den Frauen um 1,4 auf jetzt 23,9 Prozent. „Besorgniserregend ist, dass sich die Gruppe der Adipösen insbesondere im jungen Erwachsenenalter weiter vergrößert hat“, sagte Bärbel-Maria Kurth, die im RKI die Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung leitet. Entsprechend ist Diabetes auf dem Vormarsch: Insgesamt 7,2 Prozent leiden an der Zuckerkrankheit, zwei Prozent mehr als noch zum BGS 1998. Weiterlesen

Seasonal Affective Disorder Is Real And Treatable

No one actually wants to suffer from depression. Unfortunately, wanting is simply not enough to conquer it. Beating depression takes lots of hard work and effort. You may want to seek the advice of a qualified professional. The advice in this article will give you some ways to better manage your depression.

If you feel depressed, consider walking your dog. Studies have shown that those people who have a pet are less likely to be depressed than those who don’t. Walking the dog also exposes you to fresh air, which will further improve your condition. Enjoy some quality time with your pup, and you will start to feel a little better.Never try to self medicate with drugs in order to cope with your depression. It is common for many people to participate in unhealthy habits, like drinking, to make themselves feel better. Although you may feel better at first, this is only a temporary sensation that is nothing more than the result of the drug’s effects on your body.Participate in a social life that is positive. Bring a positive attitude to all of your contacts, whether they are social or work related. Show people that you’re engaging and interested in what they have to say, as this can go a long way. While you may not always be feeling the best, request that those close to you try to disregard your negativity or depressed demeanor. Have your friends help you to find positive ways to spend time and choose activities that make you feel good. Weiterlesen

Hormon: Testosteron – Testosteron als möglicher Biomarker der Gesundheit

Bonn/Mannheim – Männer mit niedrigen Testosteronwerten sind Studien zufolge besonders anfällig für Bluthochdruck oder Diabetes Typ 2. Hormone sind Botenstoffe, die nahezu an allen Regulationsvorgängen und Prozessen des Körpers beteiligt sind und zahlreiche Abläufe in unterschiedlichen Geweben und Organen steuern. Sowohl manifeste Stoffwechselerkrankungen als auch gesundheitliche Risikosituationen weisen häufig charakteristische Störungen der Hormonsekretion auf. Die Konzentrationsbestimmung von Hormonen im Blut und anderen Körperflüssigkeiten ist eine wichtige Grundlage bei der Diagnostik, Verlaufsbeurteilung und Therapie vieler Stoffwechselerkrankungen. Zu den am häufigsten untersuchten Hormonen zählt das Sexualhormon Testosteron, das bei Männern und Frauen vorkommt, sich aber in Konzentration und Wirkungsweise bei beiden Geschlechtern deutlich unterscheidet. Die vielfältigen biologischen Funktionen umfassen neben dem sexuellen Verlangen und Lustempfinden auch eine Beeinflussung des Protein- und Muskelstoffwechsels, den Knochenaufbau und die Fortpflanzung. Weiterlesen

Vorsorgevollmacht ersetzt Betreuer

Berlin (ots) – “Entmündigt – Wenn Betreuung zum Albtraum wird” war das Thema der ARD-Talksendung “Menschen bei Maischberger” am vergangenen Dienstag. “Seitdem steht unser Telefon nicht still” berichtet Michael Gutfried, Leiter des Zentralen Vorsorgeregisters bei der Bundesnotarkammer. Vielen Zuschauern ist durch die Sendung bewusst geworden, wie wichtig es ist, sich mit betreuungsrechtlichen Fragen auseinanderzusetzen. Jeder kann durch Unfall, Krankheit oder Alter in die Lage kommen, wichtige Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln zu können. Was passiert aber, wenn eigenverantwortliches Handeln nicht mehr möglich ist? Einer der größten Rechtsirrtümer scheint zu sein, dass der Ehegatte für seinen Partner handeln kann. Weiterlesen

Regresse und Co: Wann teure Therapien kein Problem sind

Immer wieder kommt es wegen teuerer Arzneien zu Konflikten zwischen Patienten, Kassen und Ärzten. Dabei müssen sich Kollegen in vielen Fällen gar keine Sorgen machen. Ein Fachanwalt erklärt die Hintergründe.

 

BERLIN. Gerade bei seltenen Erkrankungen sind Ärzte oft unsicher, ob die Kasse die Therapiekosten nun übernimmt oder nicht. Zumal sich die Kosten hier meist fern von jeder Bagatellgrenze bewegen. Weiterlesen

Schwerpunkt: Zahngesundheit – Zahnfleischbluten:

Zahnfleischbluten ist ein ernstes Symptom, das gern verharmlost wird – Besonders oft sind Schwangere betroffen.

Viele kennen das Problem, die wenigsten nehmen es ernst. Zahnfleischbluten wird meist als Bagatelle verharmlost, als nicht verhinderbares kleines Übel. Doch wer nach dem Zähneputzen roten Zahnpastaschaum spuckt, lebt nicht so ungefährlich, wie er denkt. Denn es könnte ein Symptom für eine ernsthafte Erkrankung sein.

Mehr als 90 Prozent seiner Patienten leiden unter Zahnfleischbluten, schätzt Walter Wadsak, Spezialist für Parodontologie. Kein seltenes Problem also. Und kein Grund, es auf die leichte Schulter zu nehmen. Zahnfleischbluten ist häufig der Anfang fortschreitender Zahnfleischerkrankungen. “Blut ist immer ein Alarmsignal. Es besteht eine Entzündung, die behandelt werden muss”, erklärt Wadsak. Weiterlesen

Tag der Zahngesundheit 2013 – Querputzen ist das A und O für die Bleibenden

Oldenburg (ots) – Der Bundesverband der Kinderzahnärzte (BuKiZ) wirbt zum “Tag der Zahngesundheit” am kommenden Mittwoch für das frühzeitige Querputzen der bleibenden Backenzähne bei Kindergarten- und Grundschulkindern. Diese Technik wird in Skandinavien erfolgreich als Kariesschutz propagiert. “Starke Kinder – Starke Zähne ein Leben lang”, ist der Leitgedanke der BuKiZ-Praxen, die für den 25. September wieder attraktive Aktionen für kleine und große Besucher vorbereitet haben. Weiterlesen

Kinder & Ernährung – im hektischen Alltag

Im hektischen Alltag vergisst man oft, sich Zeit für gemeinsame Mahlzeiten zu nehmen. Doch gerade für Kinder sind diese sehr wichtig. Welche Auswirkungen sie zum Beispiel auf ein gesünderes Essverhalten oder sogar bessere Schulleistungen haben können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Häufig hat man im Alltag so viele Aufgaben zu bewältigen, dass man sich nicht die Zeit nimmt, gemeinsam mit der Familie zu essen. Schließlich muss man allein für die Vorbereitung einer Familienmahlzeit einige Zeit einplanen. Dann muss man noch den Tisch decken und alle anderen Familienmitglieder herbeirufen. Weiterlesen

Ascorbinsäure schadet Ihrer Gesundheit

Die meisten Menschen sind sich der zahlreichen positiven Eigenschaften, die das Vitamin C in Bezug auf ihre Gesundheit hat, längst bewusst. Daher versuchen sie natürlich auch, möglichst grosse Mengen dieses Vitamins aufzunehmen. Glücklicherweise enthalten zahlreiche Lebensmittel beachtliche Mengen an Vitamin C und zur Not kann ja auch noch die synthetische Ascorbinsäure eventuelle Vitamin C- Defizite ausgleichen, so könnte man meinen. Doch Vorsicht! Diese isolierte Ascorbinsäure kann Ihrer Gesundheit erheblich schaden. Weiterlesen

Magersucht – Außen mager, innerlich dick

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Für einen gesunden Menschen ist es nicht nachvollziehbar. Die Frau wirkt ausgemergelt. Ihre Augen liegen tief in den Höhlen, die Haut spannt sich über den Knochen. Sie selbst aber findet sich eher noch zu dick und möchte weiter abnehmen. Dünnsein sei schließlich attraktiv und im Trend. Kleidergröße 0 ist das Traumziel. Weiterlesen