Archiv für September 22, 2013

Medikationsfehler : Apotheker mit im Haftungsboot

Werden Patienten durch eine falsche Arzneiverordnung geschädigt, stellt sich schnell die Haftungsfrage. Trifft nur den Arzt eine Schuld? Das OLG Köln hat jetzt entschieden: Auch beim Apotheker liegt die Beweislast.

Von Martin Wortmann

 

KÖLN. Nach einem schweren Medikationsfehler muss auch der Apotheker beweisen, dass nachfolgende Gesundheitsschäden nicht auf diesen Fehler zurückgehen, nicht nur der Arzt. Weiterlesen

Richtig handeln – Notfälle im Urlaub: Von Hitzschlag bis Verkehrsunfall

Es soll die schönste Zeit des Jahres sein. Doch wer in die Ferne schweift, bleibt von gesundheitlichen Notfällen oft nicht verschont: Autounfälle, Sonnenbrand und Infektionen können auch im Urlaub passieren. Wer weiß, wie zu handeln ist, kann oft Schlimmeres verhindern. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hat Tipps für richtiges Handeln parat.

Erste Hilfe bei Unfällen

Bei einem Verkehrsunfall geht es in erster Linie darum, sich selbst und eventuell verletzte Personen in Sicherheit zu bringen. Hans Anton Adams, Sprecher der Sektion „Schock“ der DIVI und Leiter der Stabsstelle der Interdisziplinären Notfall- und Katastrophenmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover rät: „möglichst schnell ein Warndreieck aufstellen und sich dann hinter die Leitplanken begeben und den Notarzt rufen.“ Weiterlesen

Condylomata acuminata – Wo endet die Therapiefreiheit?

Aus der Praxis der Norddeutschen Schlichtungsstelle

Condylomata acuminata – Wo endet die Therapiefreiheit?

Kasuistik

Der 30-jährige Patient stellte sich im Mai 2010 aufgrund von Hautveränderungen im Genitalbereich in einer Hautarztpraxis vor. Es wurde die Diagnose von Genitalwarzen gestellt und eine Behandlung mit zehnprozentiger alkoholischer Podophyllinlösung begonnen. Mittels eines Wattestäbchens wurde die Lösung drei Mal innerhalb von zwei Wochen aufgetupft. Im Anschluss an die letzte Therapie kam es zu einer stark schmerzhaften Hautreaktion, was zu einer Krankenhausbehandlung führte. Weiterlesen

Rauchen in der Wohnung – Der letzte Rückzugsort der Raucher wackelt

Im Büro werden sie vor die Tür verbannt, zu Hause dagegen war die Raucherwelt bislang noch heil. Jetzt bringen Beschwerden das Refugium ins Wanken – und Vermieter verbieten das Rauchen in der Wohnung.
In vielen Kneipen: tabu. Am Arbeitsplatz: unerwünscht. Im Oktoberfest-Bierzelt: verboten. Die Luft für Raucher wird immer dünner. Zigarette, Pfeife und Zigarre sind an vielen öffentlichen Orten längst untersagt. Das letzte Rückzugsgebiet für hartnäckige Raucher ist die eigene Wohnung. Doch auch das könnte nach einem Düsseldorfer Richterspruch bald wackeln. Während sich Glimmstengel-Freunde diskriminiert fühlen, freut es die Vermieter. Probleme scheinen unvermeidbar.

Ein Rauchverbot in den eigenen vier Wänden ist die Entscheidung des Düsseldorfer Amtsgerichts nicht. Es bleibt dabei: „Normales“ Rauchen gehört zur vertragsgemäßen Nutzung einer Privatwohnung. Fühlen sich Nachbarn vom blauen Dunst gestört, kann die fristlose Kündigung eines starken Rauchers jedoch gerechtfertigt sein. „Die Grenzen der Belästigung werden zunehmend strenger gezogen“, erläutert Mietrechtsexperte Gerold Happ von Eigentümerverband „Haus und Grund“. Weiterlesen