Archiv für Oktober 28, 2014

Immobilien mit Nebenwirkungen – Husten, Müdigkeit, Schwindel – So macht das eigene Haus krank

Auslöser für manche Krankheit kann das eigene Haus sein. Vor allem in den 60er und 70er Jahren wurden Materialien verbaut, die erst Jahre später ihre Gefährlichkeit zeigten. Wie Sie den Giften auf die Spur kommen.

Wer ein gebrauchtes Haus kauft, der weiß in der Regel nicht, was sich hinter Wandverkleidungen, unter Bodendielen und abgehängten Decken verbirgt. In manchem Altbau tickt im wahrsten Sinne des Wortes eine chemisch-biologische Zeitbombe.

Empfindliche Menschen und Familien mit kleinen Kindern sollten sich deshalb schon vor dem Einzug (am besten bereits vor dem notariellen Kauf des Hauses) eine komplette Wohnraumanalyse machen lassen, damit sie später keine bösen Überraschungen erleben. Ein Innenraumcheck bringt schnelle Ergebnisse und erlaubt Rückschlüsse auf den mögli­chen Sanierungsaufwand – der sich unter Umständen Wert mindernd auf den Kaufpreis niederschlägt.

 

Ein Gutachten ist nicht teuer

Dabei halten sich die Kosten der Wohnraumanalyse in Grenzen: Bei einem durch­schnittlichen Kaufpreis für das Haus von 250.000 Euro liegen die Untersuchungskosten erfahrungsgemäß bei ein bis zwei Prozent – und damit deutlich unter der Makler-Courtage. Ihr Vorteil: Finanzielle und gesundheitliche Risiken werden ausge­schaltet.

Manchmal stellen sich gesundheitliche Beschwerden erst nach längerer Zeit ein und werden zunächst gar nicht mit dem Haus in Verbindung gebracht. Schleichend verschlechtert sich der Gesundheitszustand. Neurodermitis beim Kleinkind wird voreilig falschen Ursachen zugeschlagen, häufige Kopfschmerzen werden dem täglichen Arbeitsstress angelastet. Oft kurieren Haus- und Fachärzte Jahre lang an Symptomen herum, ohne auf die eigentliche Ursache zu stoßen – das gesundheitsschädliche Haus.

 

Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl

Erste Anzeichen für gebäudebedingte Erkrankungen sind un­spezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl, Hautreizungen, Schleimhautschwellungen, hohe In­fektanfälligkeit, allergische und asthmaähnliche Beschwerden; daneben werden in Innenräumen häufig auch Schadfaktoren mit Krebs erzeugendem Potential gefunden. Meist leidet erst ein Familienmitglied an einem oder mehreren Symptomen, dann nach und nach auch die anderen.

Hausbesitzer – aber auch Mieter – sind in diesem Fall heute immer noch auf Eigeninitiative angewiesen. Kaum ein Arzt fragt nach den heimischen Wohnbedingungen. Betroffene sollten sich fragen, ob ihre Beschwerden im zeitlichen Zusammenhang mit dem Einzug ins Haus stehen und ob sich ver­schiedene Symptome etwa im Urlaub vorübergehend verbessern. Beides sind mögliche Hinweise auf krankmachende Faktoren zu Hause.

 

Welche Schadstoffe im Haus krank machen

Wer ein Haus aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg bewohnt und es in den vergangenen Jahrzehnten nicht modernisiert hat, der wird selten mit gebäudebedingten Erkrankungen zu tun haben.

Bis in die 1960er Jahre wurden beim Einfamilienhaus­bau vor allem natürliche, traditionelle Baustoffe verwendet, die im Allgemeinen gut verträglich sind. Erst in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren begannen die Probleme. Moderne Baustoffe, vor allem PVC und Kunstfasern setzten sich durch. Statt der traditionellen rund 50 Baumaterialien standen nun mehrere hundert zur Verfügung – und wurden von Architekten und Heimwerkern auch benutzt. Mit all den damit verbundenen Problemen.

Innenraumexperten kennen die verschiedenen Schadfaktoren, die den Bewohnern eines Hauses gefährlich werden können. Chemische Verbindungen wie flüchtige und schwerer flüchtige organische Verbindungen, aber auch Schwermetalle und Re­aktionen verschiedener Verbindungen miteinander sind zu be­rücksichtigen.

Des Weiteren gehören zu den Schadfaktoren in Innenräumen alle Arten von Stäuben (an die häufig chemische Verbindungen angelagert sind), ferner Geruchsauffälligkeiten sowie physikalische und biologische Faktoren (Schimmelpilze, Bakterien).

 

Von:

www.focus.de/immobilien

Dellwarzen bei Kindern

Dellwarzen sind gutartige Hautveränderungen, die bevorzugt bei Kindern und Jugendlichen auftreten, welche zu trockener Haut oder Neurodermitis neigen …und Jungen sind häufiger davon betroffen als Mädchen. Doch auch bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können Dellwarzen auftreten. Diese gutartigen Warzen können sowohl einzeln, als auch in gehäufter Form erscheinen. Dellwarzen, auch Schwimmbadwarzen, Wasserwarzen oder Mollusken genannt, sind weltweit verbreitet und schlagen mit ca. 1 Prozent aller Hautkrankheiten zubuche.

Dellwarzen – was ist darunter zu verstehen?

 

Dellwarzen sind eigentlich keine typischen Warzen, sondern vielmehr ein Hautausschlag, der durch bestimmte Viren – und zwar durch die so genannten „Molluscum Contagiosum Viren“ – hervorgerufen wird. Der Molluscipoxvirus gehört zur Familie der Pockenviren. Die Viren gelten zwar als harmlos, doch sind sie sehr ansteckend und können gelegentlich jucken. Der Name „Dellwarzen“ ist auf die charakteristische Delle inmitten der hautfarben bis rötlichen, wenige Millimeter großen Mollusken zurückzuführen. In der Regel bilden sich Dellwarzen eher einzeln, doch drückt man versehentlich auf die Warze oder kratzt sie auf, so tritt eine breiige und weißliche oder gelbliche Masse aus, welche die ansteckenden Viren enthält. Dies kann durchaus dazu führen, dass sich die Viren weiter ausbreiten, indem sie an verschiedenen Stellen des Körpers in die Haut eindringen (z.B. durch kleine Hautverletzungen, Schürfungen, Wundsein,… oder auch bei aufgeweichter Haut) und dann neue Dellwarzen verursacht.

Dellwarzen bei Kindern …und die Ursachen

 

Dellwarzen sind äußerst ansteckend und werden sowohl durch direkten Hautkontakt, als auch durch eine Schmierinfektion über Gegenstände wie Spielzeug oder Kleidung, Handüchter und Waschlappen, welche gemeinsam benützt werden, übertragen, was nicht zuletzt dazu führt, dass Dellwarzen bei Kindern häufig vorkommen. Zudem können Dellwarzen auch im Schwimmbad übertragen werden. Die Warzenerreger dringen in die oberste Hautschicht ein, vermehren und vergrößern sich, fangen an zu wuchern …und es entsteht eine oder mehrere Warzen. Dellwarzen können generell überall am Körper auftreten, doch ist bei Kindern überwiegend das Gesicht, der Nacken und Hals, die Augenlider, sowie die Arme, Achseln, Hände, Kniekehlen und der Genitalbereich von Dellwarzen befallen. Die Inkubationszeit ist bei Dellwarzen ziemlich unterschiedliche, denn nach der Ansteckung mit dem Molluscum Contagiosum Virus bis zur Warzenbildung kann es von etwa 14 Tagen bis zu mehreren Monaten dauern.

Dellwarzen bei Kindern – Verlauf, Behandeln, Entfernen

Häufig bilden sich Dellwarzen bei Kindern nach einigen Monaten von selbst wieder zurück, bei manchen kann es aber auch Jahre dauern, bis sie die Warzen wieder los werden. Außerdem ist jemand, der schon einmal Dellwarzen hatte nicht dagegen immun, sondern kann sich jederzeit erneut mit den Viren infizieren und mit dem Hautausschlag konfrontiert sein. Gewiss lassen sich Dellwarzen aufgrund ihres typischen Aussehens leicht selbst erkennen, doch sollten Sie bei ersten Anzeichen sicherheitshalber trotzdem zum Hautarzt gehen, damit sich dieser die betroffenen Stellen nochmals gründlich anschauen und ggf. die Diagnose bestätigen kann. Zudem kann Ihnen der Hautarzt gute Ratschläge und Tipps zur Behandlung der Dellenwarzen geben.

Also besteht die Möglichkeit, die Mollusken nicht zu behandeln und einfach abzuwarten, bis sie von selbst wieder abheilen. Mediziner empfehlen allerdings, die Dellwarzen zu beseitigen. Aus kosmetischer Sicht können Dellwarzen nämlich wirklich störend sein und bei den Betroffenen zu einer psychischen Belastung führen. Des Weiteren besteht durch die extreme Ansteckungsgefahr ein hohes Risiko, dass noch andere gesunde Hautstellen befallen oder weitere Menschen mit den Viren infiziert werden.

Sollen die Warzen vom Hautarzt entfernt werden, so wird insbesondere bei Kindern vor der Behandlung eine örtlich betäubende Salbe aufgetragen, damit das Entfernen der Warzen schmerzfrei vonstatten geht. Die Salbe muss mindestens eine bis eineinhalb Stunden lang unter einer Folie einwirken, bevor der Eingriff vorgenommen wird.
Danach beseitigt der Hautarzt die Dellwarzen, indem er sie – nach dem Desinfizieren der Haut – mit einem scharfen Löffel abschabt (in Fachkreisen „Kürettage“) oder die Hautknötchen mit einer feinen Pinzette ausdrückt. Unmittelbar danach desinfiziert der Dermatologe die entsprechende Hautfläche erneut, damit noch vorhandene Viren keine Chance haben, sich zu verbreiten und an anderen Körperstellen neue Dellwarzen hervorzurufen.

Eine weitere Variante wäre, die einzelnen Dellwarzen mit flüssigem Stickstoff zu vereisen (die so genannte Kryotherapie).

Alternativ zu diesen Methoden besteht die Möglichkeit, die Dellwarzen mit einer speziellen und geeigneten Lösung selbst zu behandeln (die Lösung enthält stark verdünnte Kalilauge ~ Kaliumhydroxid). Sie müssen hierbei das Mittel zweimal täglich auf die einzelnen Dellwarzen auftupfen, so lange bis sich die Warzen entzünden. Nach dieser Behandlung heilen die Dellwarzen in der Regel vollständig ab.

Dellwarzen bei Kindern mit homöopathischen Mitteln behandeln

Haben Kinder Dellwarzen, so kann man auch versuchen, die Warzen mit homöopathischen Mitteln zu behandeln. Zu empfehlen sind homöopathische Arzneimittel wie „Teebaumöl“, eine „Thuja-Tinktur“ oder „Thuja-Globuli.

Dellwarzen bei Kindern vorbeugen

 

Da bei Kindern das Immunsystem noch schwach ist, sollten sie möglichst keinen direkten Hautkontakt zu Menschen haben, die an Dellwarzen leiden und sie sollten Warzen keinesfalls mit bloßen Fingern berühren. Genauso sollte man die rahmartige bis teigige Masse nicht selbst ausdrücken, sie könnte sich sonst auf der Haut verteilen und sich so noch weiter ausbreiten. Zudem solle jedes Kind bzw. Familienmitglied sein eigenes Handtuch, Dusch- oder Badetuch, Waschlappen, Bademantel,… haben, damit die Viren nicht über die so genannte Schmierinfektion übertragen werden.

Da Kinder, Jugendliche oder auch Erwachsene, die zu Neurodermitis neigen, besonders gefährdet sind und ein wesentlich größeres Risiko haben, an Dellwarzen zu erkranken, sollten sie sich zur Vorbeugung regelmäßig mit einer geeigneten, fetthaltigen Creme oder Lotion eincremen, um ihre empfindliche Haut vor den „Molluscum Contagiosum Viren“ zu schützen. Sind Neurodermitis-Gefährdete bereits von Dellwarzen betroffen, so sollten sie die infizierten Hautstellen nicht eincremen, da sonst die Viren auf der Haut verschleppt bzw. verteilt werden und sich noch mehr ausbreiten können.

Natürlich gelten die Verhaltensweisen bzgl. Dellwarzen nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. Unter Erwachsenen werden Dellwarzen vor allem auch durch Geschlechtsverkehr übertragen und tauchen somit eher im Intimbereich und am Bauch auf.

 

URL der Quelle:

http://www.vorname.com/ratgeber/gesundheit/dellwarzen-bei-kindern-5266